Hafen Spelle Erstmals über eine Million Tonnen Schiffsgüter umgeschlagen

Von PM.

Blick aus der Vogelperspektive auf den Hafen Spelle-Venhaus. Archivfoto: Ulrich WozniakBlick aus der Vogelperspektive auf den Hafen Spelle-Venhaus. Archivfoto: Ulrich Wozniak

Spelle. Im Hafen Spelle sind 2018 erstmals in der 40-jährigen Geschichte mehr als eine Million Tonnen Schiffsgüter umgeschlagen worden.

Wie die Samtgemeinde Spelle weiter mitteilt, erleben die Umschlagsmengen im Hafen Spelle-Venhaus  weiterhin einen starken Aufwärtstrend. Diese Entwicklung wurde jetzt beim jährlichen Austauschgespräch aller dort ansässigen und tätigen Firmen  vorgestellt und Zukunftsperspektiven aufgezeigt. 

„Die aktuellen Umschlagszahlen belegen eindeutig, dass die Entscheidung, den Hafen Spelle-Venhaus zu einem trimodalen Umschlagsplatz auszubauen, die richtige war“, wird  Bernhard Hummeldorf, Samtgemeindebürgermeister und Vorsitzender des Aufsichtsrates des Hafens Spelle-Venhaus in der Pressemitteilung zitiert. 

Vertreter der im Hafen Spelle-Venhaus ansässigen und tätigen Unternehmen trafen sich im Speller Rathaus, um künftige Entwicklungsschritte abzustimmen. Foto: Samtgemeinde Spelle

„Ein im Zuge der Erweiterungsplanung vor etwa zehn Jahren beauftragtes Gutachten prognostizierte seinerzeit einen Schiffsgüterumschlag von 895.000 Tonnen bis zum Jahr 2025. Dieser Wert wurde bereits im Jahr 2017 erreicht“, wird Hafen-Geschäftsführer Stefan Sändker, zitiert. Seit Ende 2016 ist im Hafen dank des Anschlusses an das Schienennetz ein Bahnumschlag möglich. Dieser lag den Angaben zufolge 2017 bei rund 145.000 Tonnen, 2018 bei rund 192.000 Tonnen.

Damit es bei der Schienenlogistik in Zukunft nicht zu Engpässen kommt, soll in einem nächsten Bauabschnitt ein Abstell- und Rangiergleis östlich des Unternehmens Bröring entstehen. Mit den Bauarbeiten soll nach Möglichkeit noch in diesem Jahr begonnen werden. Darüber hinaus beabsichtigt der Hafenbetreiber die Errichtung einer Lagerfläche insbesondere für Stückgüter. „Aufgrund der starken Frequentierung des Hafens lagern aktuell verschiedene Stückgüter auf der Umschlagsfläche. Eine eigene Lagerfläche ist dringend erforderlich, um die Situation auf der Umschlagfläche zu entzerren“, wird Hummeldorf zitiert. Darüber hinaus soll bis zur Fertigstellung des Ausbaus des Dortmund-Ems-Kanals für Großmotorgüterschiffe im Jahr 2025 der vorhandene Stichhafen verlängert werden, sodass dieser auch von den größeren Schiffsklassen genutzt werden kann. 


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