Veranstaltung mit 300 Gästen Jägerschaft Lingen engagiert sich für Niederwildprojekt

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Herzlich dankten der Vorsitzende der Jägerschaft Lingen, Jürgen Roling (links) und der stellvertretende Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, Josef Schröer (rechts) dem Referenten Anton Maas für dessen spannenden Vortrag. Foto: Jan Wulkotte/Jägerschaft LingenHerzlich dankten der Vorsitzende der Jägerschaft Lingen, Jürgen Roling (links) und der stellvertretende Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, Josef Schröer (rechts) dem Referenten Anton Maas für dessen spannenden Vortrag. Foto: Jan Wulkotte/Jägerschaft Lingen

Lünne . Rund 300 Jägerinnen und Jäger haben eine Vortragsveranstaltung zur Raubwildbejagung und zur Niederwildjagd im Saal Wulfekotte in Lünne verfolgt. Eingeladen hatte die Jägerschaft Lingen.

Tobias Schütte hat als stellvertretender Leiter des Hegering Lünne zunächst alle Anwesenden begrüßt. Er, wie auch der Vorsitzende der Jägerschaft, Jochen Roling, waren sichtlich hoch erfreut über den vollen Saal. Jochen Roling knüpfte in seinem Eingangsstatement an den letzten Vortragsabend zum Fasanenprojekt an und hob die Wichtigkeit der Raubwildbejagung zum Schutz der Feldhühner und Wiesenbrüter in unserer Region hervor.

Im ersten Vortrag informierte der stellvertretende Vorsitzende und Vizepräsident des Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN), Josef Schröer, über den aktuellen Stand zur Planung eines Niederwildprojektes in Niedersachsen. Geforscht sei genug. Es gehe jetzt darum, die Erkenntnisse zur Lebensraumgestaltung, zur Prädatorenbejagung und zur Feldhühneraufzucht in die Praxis umzusetzen. 

Rund 300 Gäste nahmen an der Veranstaltung der Jägerschaft im Saal Wulfekotte in Lünne teil. Foto: Jan Wulkotte/Jägerschaft Lingen


Die LJN will dafür zunächst im Frühjahr Saatgut besonders für mehrjährig angelegte Blühstreifen sponsern. Blühstreifen seien für Landwirte über die Antragstellung auf Agrarförderung jetzt an allen Ackerkulturen förderfähig und nicht nur wie in Vergangenheit am Mais. Über das Niederwildprojekt sollen in diesem Jahr außerdem tierartgerechte Fangsysteme für Raubwild und elektronische Meldesysteme gefördert werden. Weitere Details will Schröer auf den im März stattfindenden Hegeringversammlungen und auf der Mitgliederversammlung am 21. März bekannt geben.

Anton Maas, Niederwildjäger und Experte für Prädationsbejagung aus Störmede, einem Dorf bei Lippstadt, zeigte beeindruckende Bilder aus seinem Revier und untermauerte seine Argumente mit einfach dargestellten Zahlen aus Forschung und Wissenschaft. Die kleinen Hasen, Kaninchen und Fasanenküken würden neben dem Raubwild auch vom Schwarzwild, von Störchen, Reihern und Krähen gefressen. Beispiele deutlicher Hasenzuwächse zeigte Maas aus eingezäunten Bereichen, in die kein Raubwild einwechseln könne. 

Weniger Fasane durch veränderte Feldflur

Ursachen des Rückgangs der Hasen- und Fasanenpopulationen seien bei der Änderungen der Feldflur, beim Straßenverkehr, beim Wetter, bei der Jagd und beim Raubwild zu suchen. Beeinflussen könne der Jäger selbst aber nur sein eigenes Tun bei der Jagd auf Hase und Fasan und bei der Raubwildbejagung. Er favorisiert die Raubwildjagd mit der Wipprohrfalle. Es sei mühselig, bei Wind und Kälte auf Raubwild anzusitzen. Besser sei es, von der Falle angerufen zu werden, wenn darin ein Fuchs oder ein Marder gefangen wurde. Die modernen Betonwipprohrfallen sind mit elektronischen Meldern ausgerüstet, die den Fang aufs Handy melden. "Sie fangen lebend und tierartgerecht." Anton Maas  beantwortete zum Schluss seines Vortrages viele Fragen zum praktischen Umgang mit den Fangsystemen. Die Gäste dankten ihm für seinen Vortrag mit Applaus. 


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