zuletzt aktualisiert vor

Angehende Lehrerin Julia Egbers aus Schapen wird bis kurz vor Weihnachten an westafrikanischen Schulen arbeiten Deutschunterricht in Burkina Faso

Meine Nachrichten

Um das Thema Spelle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


vb Schapen/Ouagadougou. In zwei Tagen ist es so weit: Am Samstag wird Julia Egbers den Flieger betreten, der sie nach Burkina Faso bringen wird. Zwei Monate lang wird die angehende Gymnasiallehrerin aus Schapen dort an einer Schule mit rund 2500 Schülern u.a. Deutsch unterrichten.

2004 hat die weltoffene junge Frau am Leoninum in Handrup ihr Abitur gebaut, seitdem studiert sie in Münster Latein, Geschichte und Philosophie auf Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen. Die Abschlussklausuren sind bereits geschrieben, und wenn sie Ende des Jahres zurück nach Deutschland kommt, wird sich die 26-Jährige auf ihr Referendariat vorbereiten. Wissen wird sie dann schon einmal, wie der tägliche Unterricht in einem der ärmsten Länder der Welt aussieht: Burkina Faso – die ehemalige französische Kolonie Obervolta erlangte 1960 seine Unabhängigkeit – stand 2006 mit einem Bruttoinlandsprodukt von 449 US-Dollar pro Einwohner und Jahr auf Platz 174 von 177 von den Vereinten Nationen untersuchten Ländern. Regelmäßig wiederkehrende Dürreperioden sorgen oft für Not unter der hauptsächlich als Bauern lebenden Bevölkerung, das Land zeichnet sich allerdings durch eine gewisse Stabilität und die kulturelle Vielfalt friedlich zusammenlebender Ethnien aus.

Schulen auf dem Land

Diese Vielfalt will auch Julia Egbers kennenlernen, denn neben ihrer Tätigkeit an der mit rund 2500 Schülern sehr großen Schule in der Hauptstadt des Landes will sie mit ihrer Freundin und Studienkollegin Katharina Rothehüser auch noch Schulen in ländlichen Gebieten des Landes kennenlernen sowie das Land generell bereisen. Und das dieses durch die Münsteraner Organisation „for fair education“ angebotene Praktikum zu ihrer bisherigen Ausbildung passt, beweist auch das Thema ihrer Examensarbeit: Dort beschäftigt sie sich mit der Rolle der Mädchen in Burkina Faso und deren Bildungschancen. Deutsch als Fremdsprache, spezifische Landeskunde und Medienkunde standen daher zur Vorbereitung ihres Auslandsaufenthalts im vergangenen Semester zusätzlich auf ihrem Studienprogramm.

„Unterrichten werde ich wohl alles, wo gerade Bedarf besteht — u.a. auch Deutsch. Ich möchte aber auf jeden Fall nebenbei mit meiner Studienfreundin in dieser Zeit noch ein Fußballturnier organisieren. Afrika hat mich schon seit meiner eigenen Schulzeit fasziniert, jetzt bin ich gespannt auf die kommende Zeit“, betonte die junge Frau abschließend.

Nähere Informationen zu dem Austauschprogramm unter www.for-fair-education.org.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN