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06.09.2018, 12:36 Uhr DEBATTE UM GEWERBEGEBIET

Gemeinde Lünne in der Zwickmühle

Kommentar von Ludger Jungeblut

Gespannt verfolgten rund 35 Lünner die Sitzung des Fachausschusses. Foto: Ludger JungeblutGespannt verfolgten rund 35 Lünner die Sitzung des Fachausschusses. Foto: Ludger Jungeblut

Lünne. Die Gemeinde Lünne möchte gerne die Betriebe Kock und Fromme im Ort behalten. Ob das gelingt, ist fraglich. Ein Kommentar.

Die Gemeinde Lünne befindet sich derzeit in einer Zwickmühle. Bleiben die CDU-Mehrheitsfraktion und die Verwaltung auf ihrer Linie und treiben die Verwirklichung des Gewerbegebietes "Östlich der B 70" voran, riskieren sie ein auf Dauer belastetes Verhältnis zu den Anliegern. Hätten sie von vornherein auf die Ausweisung verzichtet, wäre dies für die Betriebe Kock und Fromme das Signal gewesen, sich einen Standort außerhalb von Lünne zu suchen. 

Aber selbst wenn das Bauleitverfahren abgeschlossen werden kann, bedeutet dies noch nicht, dass Kock und Fromme auch tatsächlich bauen werden. Die Unternehmer haben deutlich gemacht, dass sie aus betrieblichen Gründen nicht bis zum Abschluss eines vermutlich langwierigen juristischen Verfahrens warten können und in diesem Fall Alternativstandorte wählen würden.

Wünschenswert wäre natürlich, wenn sich alle Beteiligten zu einer Einigung durchringen könnten. Danach sieht es zurzeit nicht aus. Das Problem wäre gar nicht erst entstanden, wenn der Landkreis dem Betrieb Kock im Außenbereich auf dessen eigener Fläche die Erweiterung ermöglicht hätte. Doch die Kreisverwaltung verweist darauf, dass dies rechtlich nicht zulässig sei und wollte offensichtlich keinen Präzedenzfall schaffen. Der Landkreis sieht das Emsland gerne als Region der Macher. Im Fall der beiden Firmen in Lünne müssen die Macher erst einige Hindernisse aus dem Wege räumen.


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