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02.09.2018, 09:42 Uhr KOMMENTAR

Zur Bischofsweihe von Wilmer: Gelassenheit und Gottvertrauen

Kommentar von Thomas Pertz

Bischof Pater Heiner Wilmer grüßt freudig die zahlreichen Menschen auf dem Domplatz. Foto: Johannes FrankeBischof Pater Heiner Wilmer grüßt freudig die zahlreichen Menschen auf dem Domplatz. Foto: Johannes Franke

Hildesheim. Wir sind Bischof: Der Gedanke mag dem einen oder anderen Bürger aus Schapen, der die Bischofsweihe von Heiner Wilmer am Samstag in Hildesheim erlebt hat, durch den Kopf gegangen sein.

 Die berühmte „Bild“-Schlagzeile vor über 13 Jahren bei der Wahl von Kardinal Ratzinger zum Papst beschreibt auf der regionalen Ebene sicher auch die Gefühle der Menschen insbesondere in Wilmers Heimatort. Sie sind zurecht stolz darauf, dass jemand aus ihrer Mitte ein so hohes kirchliches Amt in Deutschland bekleidet.

Heiner Wilmer hat vor allem während seiner „Handruper Jahre“ als Leiter des Gymnasiums Leoninum so viele Spuren im Emsland hinterlassen, dass die große Zahl der Teilnehmer aus dem Landkreis bei der Bischofsweihe nicht verwunderte. So muss man auch kein Prophet sein, um von einer prallvollen St. Ludgerus-Kirche in Schapen bei seiner Heimatprimiz am 16. September auszugehen.

Da kommt kein verkopfter Theologe, sondern jemand, dem auch das Hadern mit sich selbst und seinem Glauben nicht fremd ist. Deshalb passt auch der Bibelspruch, den Wilmer zur Bischofsweihe ausgewählt hat. Der Schapener schaut trotz seines hohen Amtes nicht aufs Kirchenvolk herab, sondern versteht sich als Diener Gottes an ihrer Seite.

Höher noch als die Zahl derer, die ihm gratuliert haben und dies noch wollen, sind im Bistum Hildesheim und anderswo deshalb vermutlich die Erwartungen, die an seinen Amtsantritt geknüpft sind. Die heitere Gelassenheit, die Wilmer bei Begegnungen ausstrahlt, wird ihm helfen, damit umzugehen. Und Gottvertrauen.


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