Investition von 2,7 Millionen Euro Seniorenzentrum in Spelle-Varenrode soll 2019 fertig sein

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Gut gelaunt vollzogen die Gäste auf Einladung des Ambulanten Pflegedienstes Christian Tenkleve GmbH am Donnerstag den Ersten Spatenstich für das Projekt "Haus Bönne" in Spelle-Varenrode. Foto: Ludger JungeblutGut gelaunt vollzogen die Gäste auf Einladung des Ambulanten Pflegedienstes Christian Tenkleve GmbH am Donnerstag den Ersten Spatenstich für das Projekt "Haus Bönne" in Spelle-Varenrode. Foto: Ludger Jungeblut

Spelle. Rund 2,7 Millionen Euro investiert Christian Tenkleve in die Errichtung des Seniorenzentrums "Haus Bönne" in Spelle-Varenrode. Am Donnerstag, 30. August 2018, wurde der erste Spatenstich im Beisein von Vertretern der Samtgemeinde und der Gemeinde vollzogen. Die Fertigstellung ist Mitte August 2019 geplant.

Tenkleve erläuterte Einzelheiten des Vorhabens auf dem circa 4300 Quadratmeter großen Grundstück an der Bönnestraße in Varenrode. Die pflegerische Betreuung übernimmt der Pflegedienst Ambulante Pflege Christian Tenkleve GmbH aus Spelle mit derzeit knapp 90 Mitarbeitern, Nach Fertigstellung des Projekts sollen rund 100 Mitarbeiter beschäftigt werden. Tenkleve ist bereits seit 1996 im Pflegedienst tätig. Außerdem betreibt sein Unternehmen seit 2009 das "Seniorenzentrum am Rathaus" in Spelle (Tagespflege für 15 Plätze und Seniorenwohngemeinschaft mit zwölf Bewohnern). "Nach Fertigstellung des Seniorenzentrums in Varenrode wird es nur noch einen Standort geben", erklärte der Unternehmer.

"Idyllischer" Garten soll von allen Bewohnern genutzt werden

Das Gebäude für die beiden Seniorenwohngemeinschaften mit  insgesamt 24 Bewohnern wird in L-Form gebaut und mit einem Gemeinschaftsraum verbunden. Bestandteil des Neubaus wird auch eine Tagespflege mit 15 Plätzen sein. Die Außenanlagen mit dem "idyllischen" Garten sollen von allen Bewohnern genutzt und gegebenenfalls auch bewirtschaftet werden.

Bereits sechs Reservierungen

Eine der Seniorenwohngemeinschaften ist mit elf Appartements für zwölf Bewohner geplant, wobei ein Appartment als Doppelzimmer für Ehepaare oder eine kostenreduzierte gemeinschaftliche Nutzung vorgesehen ist. In der zweiten Seniorenwohngemeinschaft befinden sich zwölf Einzelziimmer. "Es liegen bereits sechs Reservierungen für den Neubau vor", freute sich Tenkleve.

Betreuung rund um die Uhr

Er teilte mit, dass im "Haus Bönne" im Früh-, Spät- und Nachtdienst gearbeitet werden soll, sodass rund um die Uhr Fachkräfte die Bewohner versorgen. Die Einrichtung kann seinen Worten zufolge von den Bewohnern selbst bestimmt werden, um die Eingewöhnung zu erleichtern. "Den Mittelpunkt der Wohngemeinschaft bildet ein großzügiger Gemeinschaftsraum, der den Bewohnern als Aufenthalts- und Begegnungsraum dient und für Betreuung und Beschäftigung durch den Pflegedienst beziehungsweise durch Angehörige genutzt werden kann."

Aktivitäten und Ruhephasen in der Tagespflege

Vorgesehen ist, die Gäste in der Tagespflege in  mehreren Räumen zu beschäftigen. Es sind Gruppenaktivitäten wie Gymnastik, Singen, Gedächtnistraining oder kleinere handwerkliche Tätigkeiten geplant.  Es stehen aber auch Ruheräume zur Verfügung. Zusammenfassend betonte Tenkleve: "Für uns ist es von höchster Priorität, die Senioren langfristig zu beherbergen und so dafür zu sorgen, dass sie in einem gewohnten Umfeld mit entsprechender Betreuung und Pflege in Würde und in Gesellschaft altern können." Er und seine Frau Kerstin freuen sich sehr darüber, dass Sohn Noah (18) zum 1. September eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger beginnt und anschließend in das Familienunternehmen eintritt.

Viel Lob von Wenninghoff und Hummeldorf

Voll des Lobes über die Investition, die die Lebensqualität für ältere Menschen in der Region erhöhe, äußerten  sich der Speller Bürgermeister Andreas Wenninghoff und Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf. "In 20 Jahren werden etwa 7600 Bürger der Samtgemeinde über 60 Jahre alt sein, sodass sich ein riesiger Bedarf für die Bereitstellung seniorengerechter Wohnangebote ergibt", sagte Hummeldorf. Er machte deutlich, dass das Vorhaben ein wichtiger Baustein im Rahmen des von der Samtgemeinde vorangetriebenen Projekts "Wohnen im Alter" sei. Wenninghoff verwies darauf, dass das Projekt mit zahlreichen Arbeitsplätzen verbunden sei.


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