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28.08.2018, 09:05 Uhr KINDER LERNEN DIE TÖDDEN KENNEN

Spannende Heimatgeschichte in Schapen

Kommentar von Ludger Jungeblut

Die Töddenausstellung befindet sich im Alten Pfarrhaus in Schapen. Foto: Emslandmuseum LingenDie Töddenausstellung befindet sich im Alten Pfarrhaus in Schapen. Foto: Emslandmuseum Lingen

Schapen. Kinder für die Heimatgeschichte wie in Schapen zu begeistern, kann die Zukunft der Heimatvereine in der Region sichern. Ein Kommentar.

Goldrichtig hat der Heimatverein Schapen mit seiner Idee gelegen, die Töddenausstellung im Alten Pfarrhaus kindgerecht zu erweitern.

Kinder sind per se von geheimnisvollen Figuren fasziniert, wie sie die reisenden Kaufleute aus früheren Zeiten allein schon durch ihre augenfällige Kleidung verkörperten. Hinzu kommt, dass Schapen engste Bezüge zum Töddenhandel hat. Das macht die Sache noch spannender.

Dass die Jungen und Mädchen im wahrsten Sinne des Wortes Geschichte zum Anfassen erleben, könnte die Initialzündung dafür sein, dass sie sich auch als Erwachsene für die lokale Heimatgeschichte interessieren. Zu wissen, wie frühere Generationen lebten, bedeutet eine Entdeckungsreise der besonderen Art. Fehl am Platz wäre dabei allerdings eine Verklärung der Vergangenheit. Hoffentlich findet das Beispiel Schapen viele Nachahmer. Es wäre ein wichtiger Baustein, damit Heimatvereine im Emsland eine Zukunft haben – und die ist die Jugend.


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