Lichtblicke in Trauer und Not Neues Innenleben für die evangelische Friedhofskapelle in Schapen

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Auch der Kirchenrat freut sich über die neugestaltete Friedhofskapelle der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Schapen. Foto: Anne BremenkampAuch der Kirchenrat freut sich über die neugestaltete Friedhofskapelle der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Schapen. Foto: Anne Bremenkamp

Schapen Ein Ort der Hoffnung und des Lichts ist die Friedhofskapelle der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Schapen nach ihrer umfassenden Innensanierung geworden, die jetzt in einer kleinen Feierstunde ihren Abschluss und allseits viel Anklang fand.

Die evangelische Friedhofskapelle war in den 70er Jahren erbaut worden, erbaulich für Augen und Seele aber war sie nie. Den gedanklichen Anstoß zu einer Neugestaltung des dunklen und tristen Innenraums gab ein Mitglied aus der Kirchengemeinde, der rund 400 Menschen aus Schapen und Beesten angehören. Der Kirchenrat reagierte auf dieses Anliegen mit offenen Ohren, laut Kirchenratsvorsitzendem Klaus Meiners war aber schnell klar: „Mit ein bisschen Farbe und neuen Stühlen ist es noch lange nicht getan.“

Ohne Pathos und bedrückende Schwere

Inspirieren ließ sich der Kirchenrat im Rahmen der Planungen von den Aufbahrungsräumen des Bestattungsinstituts Brinker in Spelle. Die bauliche Umsetzung erfolgte eigenfinanziert durch die Kirchengemeinde. Und so entstand in Schapen ein geschützter und friedlicher Raum, der durch klare Formen und zurückhaltende Gestaltung Ruhe und Konzentration ausstrahlt. Ein Raum für Trauer und Abschiednahme – ohne Pathos und bedrückende Schwere.

Lichtblicke in Trauer und Not

Pastor Joachim Korporal erinnerte an einem Ort des Todes voller Dankbarkeit an die frohe Botschaft vom österlichen Sieg des Lebens. Mit den Worten „Jesus Christus hat dem Tod die Macht genommen und das ewige Leben ans Licht gebracht“  verwies er auf einen wesentlichen Satz aus der Liturgie am Grab, der eine andere Melodie singe als alle schluchzenden Trauergesänge. Pastor Korporal unterstrich: „Wir haben diesen einst so düster wirkenden Ort, an dem man so schnell vor dem Tod einknickt und zerfließen möchte, nun bewusst so erneuert, dass er Menschen in Trauer und Not Lichtblicke bietet.“

Vor dem Hintergrund eines sehr guten ökumenischen Miteinanders äußerten auch der stellvertretende Bürgermeister Gerhard Wintering sowie Gemeindereferentin Adelinde Tecklenborg von der katholischen Pfarreiengemeinschaft Spelle ihren Respekt vor dem Geschaffenen.  Seitens der Freiwilligen Feuerwehr Schapen wünschte abschließend Ortsbrandmeister Heinz Bürsken, „dass der wunderschöne Raum der Friedhofskapelle noch lange, lange leer bleiben wird“.


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