Erster Spatenstich gesetzt Spelles fünfte Kindertagesstätte wird inklusiv

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Mit dem symbolischen ersten Spatenstich ist jetzt der Startschuss für den Bau einer fünften Kindertagesstätte in Spelle gefallen, in der neben drei Krippengruppen in Kooperation mit dem Christophorus-Werk Lingen auch zwei Inklusionsgruppen einziehen werden. Foto: Anne BremenkampMit dem symbolischen ersten Spatenstich ist jetzt der Startschuss für den Bau einer fünften Kindertagesstätte in Spelle gefallen, in der neben drei Krippengruppen in Kooperation mit dem Christophorus-Werk Lingen auch zwei Inklusionsgruppen einziehen werden. Foto: Anne Bremenkamp

Spelle Der erste symbolische Spatenstich für eine fünfte Kindertagesstätte in der Gemeinde Spelle ist gesetzt. In dieser sollen zum nächsten Kindergartenjahr drei Krippengruppen für Kinder unter drei Jahren und in Kooperation mit dem Christophorus-Werk Lingen auch zwei Inklusionsgruppen einziehen.

Für rund 3,2 Millionen Euro entstehen auf dem rund 4900 Quadratmeter großen Gelände des ehemaligen Speller Wertstoffhofes an der Straße „Zu den Kämpen“ nach den Plänen des Architekturbüros B-Werk moderne und großzügige Räume, die der qualifizierten Betreuung und Förderung von Krippen- und Inklusionskindern optimale Rahmenbedingungen geben sollen.

Gemeinde finanziert 80 Prozent

„Der Bau dieser Kita in kommunaler Trägerschaft ist die größte Investition im Bereich der Kinderbetreuung in der Geschichte der Samtgemeinde Spelle“, unterstrich Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf. Die Gemeinde Spelle stemme rund 80 Prozent der Gesamtkosten. Mit 540.000 Euro beteiligt sich das Land Niedersachsen und mit 142.000 Euro der Landkreis Emsland an dem Bauvorhaben.

Leiterin steht fest

Wenn auch die neue Kita noch keinen Namen hat  (vorgeschlagen sind beispielsweise Kita „Am Bahndamm“ oder „An der Bahn“), so steht der Name der Kita-Leitung mit Andrea Wilmer, die derzeit noch die stellvertretende Leitung der Kinderkrippe Am Brink innehat, schon lange fest. Nach Fertigstellung der neuen Kita werden in der Gemeinde Spelle allein im Krippenbereich 135 Plätze für unter Dreijährige zur Verfügung stehen, davon 105 Plätze in kommunaler sowie 30 Plätze in kirchlicher Trägerschaft. Die Versorgungsquote wird dann rund 60 Prozent betragen.

Kinder spielen gemeinsam

Dass in der neuen Kita auch zwei Inklusionsgruppen Einzug halten werden, freut nicht nur Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf, sondern auch Georg Kruse als Geschäftsführer des Christophorus-Werks: „Wir verfolgen schon lange die Idee, dass Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam aufwachsen und lernen und gleichzeitig die Begleitung und Förderung erhalten, die sie benötigen.“ Kruse verwies darauf, dass das Christophorus-Werk schon seit langem mit der Samtgemeinde Spelle kooperiert und dezentrale Angebote weiter vorantreiben wolle.

Ins Kita-Leben eingebunden

So wurden beispielsweise bereits vor mehr als zehn Jahren zwei Kindergartengruppen des heilpädagogischen und des Sprachheilkindergartens von Lingen nach Spelle verlagert und dort nicht separiert, sondern in das Leben des St. Johannes-Regelkindergartens eingebunden. Kruse  betonte: „Auch wenn die Fördertöpfe unterschiedlich sind: Die Kinder, die gemeinsam auf dem Spielplatz spielen, merken das nicht.“

Quartiersbüro des Christophorus-Werks

Entsprechend den Leitmotiven „Nah bei den Menschen“ und „Vielfalt gemeinsam leben“ ist der nächste zukunftsorientierte Schritt jetzt die im Bau befindliche inklusive Kindertagesstätte, in der das Christophorus-Werk langfristig Räume anmietet. Ein weiterer Schritt hin zur dezentralen Inklusion wird auf dem Nachbargrundstück der neuen Kita realisiert und soll möglichst zeitgleich mit dieser eingeweiht werden. Denn dort wird ein sogenanntes Quartiersbüro des Christophorus-Werks entstehen, in dem die (Beratungs-)Angebote für Menschen mit Behinderung, wie zum Beispiel Frühförderung oder ambulant betreutes Wohnen für den Sozialraum vor Ort, vorgehalten werden. Im selben Gebäude soll zudem eine Wohngruppe für den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe eingerichtet werden.  


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