Wahl am 26. Mai 2019? Spelles SG-Bürgermeister Hummeldorf kandidiert nicht mehr

Von Thomas Pertz


Spelle. Spelles Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf wird im nächsten Jahr nicht mehr für dieses Amt kandidieren. Das kündigte der Verwaltungschef am Mittwoch im Rathaus an. Hummeldorfs Amtszeit läuft am 31. Oktober 2019 aus.

Als Wahltermin wird den politischen Gremien der Sonntag, 26. Mai 2019, vorgeschlagen. An jenem Tag finden außerdem Europa- und Landratswahlen statt. Die neue Amtszeit läuft über einen Zeitraum von sieben Jahren bis zum 31. Oktober 2026.

Hummeldorf war 2004 erstmals zum Samtgemeindebürgermeister gewählt worden. 86,7 Prozent der Stimmen entfielen auf ihn. Im Januar 2005 trat er die Nachfolge von Samtgemeindirektor Werner Thele an. Mit Hummeldorfs Amtsantritt begann die kommunale „Eingleisigkeit“ in Spelle, mit der in Personalunion der Ämter von Samtgemeindebürgermeister und Verwaltungschef verbunden war.

Seit 1990 in der Samtgemeinde tätig

Bei der Wahl im Jahr 2011 konnte Hummeldorf sein Ergebnis sogar noch steigern. Mit einer Zustimmung von 88,5 Prozent wurde er für weitere acht Jahre als Samtgemeindebürgermeister gewählt. Der inzwischen 59-jährige verheiratete Vater von drei Kindern, gebürtig aus Emsbüren-Elbergen, arbeitet seit 1990 bei der Samtgemeinde Spelle, wo er 1992 stellvertretender Samtgemeindedirektor von Werner Thele wurde. Seine Ausbildung hatte er 1975 beim damaligen Landkreis Lingen begonnen.

Zur Bekanntgabe seiner Entscheidung hatte er am Mittwoch im Rathaus die Mitglieder des Samtgemeindeausschusses und die Vertreter der politischen Parteien auf Samtgemeindeebene eingeladen. In einem Schreiben, das am gleichen Tag rausging, informierte er gleichzeitig alle Mitglieder der politischen Gremien in Spelle, Schapen und Lünne. „Ich habe meine Arbeit immer sehr gerne getan“, betonte Hummeldorf. Er sei aber, auch nach Gesprächen in der Familie, zu der Entscheidung gekommen, nicht noch einmal für weitere sieben Dienstjahre zur Verfügung zu stehen. Für die faire und vertrauensvolle Zusammenarbeit danke er allen. „Gemeinsam konnten wir für die Bürger der Samtgemeinde parteiübergreifend einiges auf den Weg bringen“, resümierte der Samtgemeindebürgermeister.

Parteiübergreifend an einem Strang gezogen

Wieviele Maßnahmen dies aus allen Bereichen des kommunalen Lebens waren, verdeutlichte eine Präsentation, die die Amtsjahre Hummeldorfs zwischen 2005 und 2018 einrahmte. Ausdrücklich hob der Verwaltungschef dabei die Gemeinschaftsleistung der Haupt- und Ehrenamtlichen in Politik und Verwaltung hervor. „Fast alle Entscheidungen haben wir parteiübergreifend und einstimmig beschlossen“, beschrieb er den Weg der Entscheidungsfindung.

Die erste stellvertretende Samtgemeindebürgermeisterin Magdalena Wilmes räumte ein, dass es ihr schwerfalle, „mich an den Gedanken zu gewöhnen, dass du nicht mehr als Samtgemeindebürgermeister kandidieren wirst“. Fachwissen, Überzeugungskraft und die Fähigkeit, Menschen zu gewinnen, beschrieb die Lünner Bürgermeisterin als typische Merkmale von ihm. Dazu gehörten ein hohes Arbeitspensum, auch an den Wochenenden, sodass persönliche Belange oft in den Hintergrund gerückt seien. Bei allem Bedauern könne sie Hummeldorfs Entschluss deshalb auch nachvollziehen. Wilmes äußerte abschließend die Hoffnung, dass die Parteien einen fairen und sachlichen Wahlkampf um die Nachfolge führen würden, „auf dass wir weiterhin durch Zusammenhalt und Gemeinsamkeit unsere Samtgemeinde nach vorne bringen“.


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