50 Jahre Vollauslastung Turnhalle in Spelle nach einjähriger Sanierung wieder geöffnet

Von Heinz Krüssel

Die durchgeführten Sanierungsmaßnahmen erläuterten Architekt Ulrich Wolbeck (von rechts) und Bauleiterin Mechthild Fühner den Gästen. Foto: Heinz KrüsselDie durchgeführten Sanierungsmaßnahmen erläuterten Architekt Ulrich Wolbeck (von rechts) und Bauleiterin Mechthild Fühner den Gästen. Foto: Heinz Krüssel

Spelle. Endlich kann es wieder losgehen – viele Sportler in Spelle haben ein Jahr lang auf die Freigabe der kleinen Turnhalle nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen gewartet. Seit Montag können die Speller die Sportstätte wieder benutzen.

Im Beisein aller, die am Vorhaben beteiligt waren, hat Pfarrer Ludger Pöttering den kirchlichen Segen erteilt. Nach der Devise von Turnvater Jahn „Frisch, frei, fröhlich, fromm – das ist des Turners Reichtum“ machte Pöttering deutlich, dass es bei den Nutzern der Turnhalle um Menschen aller Altersgruppen gehe. Dabei stehe nicht primär das Laufen von links nach rechts im Mittelpunkt. Er wünschte, dass die Sportlerinnen und Sportler sich hier begegnen und sich näher kommen.

1,1 Millionen Euro Gesamtkosten

Die Turnhalle wurde nach Darstellung von Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf im Jahr 1968 zusammen mit der Schwimmhalle errichtet. Die multifunktionale Turnhalle sei in der Vergangenheit voll ausgelastet gewesen. Dieser stetige Betrieb habe in den fünf Jahrzehnten deutliche Spuren hinterlassen, sodass eine Sanierung dringend erforderlich geworden sei: „Diese konnte nur realisiert werden, weil für das Projekt Fördermittel bewilligt worden sind.“ Die Gesamtkosten bezifferte Hummeldorf mit rund 1,1 Millionen Euro. Davon seien 367.000 Euro aus Dorferneuerungsmitteln des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) und 61.000 Euro aus Mitteln der Kreisschulbaukasse finanziert worden. Nach dem Vorsteuerabzug in Höhe von 100.000 Euro verblieben 572.000 Euro Eigenanteil für die Samtgemeinde Spelle.

Sportverein zufrieden mit Sanierung

Sehr zufrieden mit der neuen Situation zeigte sich Helmut Klöhn, Vorsitzender des SC Spelle-Venhaus. Er unterstrich in einem Grußwort seine Verbundenheit mit der Turnhalle, zumal er hier schon als junger Sportlehrer ab 1975 Sportunterricht erteilt habe. „Das war schon damals eine ganz moderne Turnhalle“, so der ehemalige Oberschuldirektor. Nicht verkneifen konnte sich Klöhn allerdings einen lang gehegten Wunsch: „Als Verein mit rund 2700 Mitgliedern brauchen wir dringend eine großzügige Dreifeldsporthalle.“

Beinahe alle Sanierungsaufträge für Firmen aus dem Emsland

Details der Sanierungsarbeiten stellten Architekt Ulrich Wolbeck sowie seine Mitarbeiterin und Bauleiterin Mechthild Fühner vor. Alle Arbeiten seien öffentlich ausgeschrieben worden. Er freue sich, dass rund 90 Prozent der Aufträge an Handwerksbetriebe aus dem Emsland erteilt werden konnten. „Die alte Sporthalle sieht jetzt wieder aus wie eine neue Sporthalle, ist behindertengerecht, der Fußboden hat eine Heizung bekommen und selbst das Dach ist erneuert worden“, so der Lingener Architekt.


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