Begegnungszentrum saniert Wöhlehof in Spelle zählt fast eine Million Besucher

Von Thomas Pertz

Über den gelungenen Abschluss der Sanierungsarbeiten am und im Wöhlehof freuten sich (von links): Hugo Gelze, Ingrid Wolbers (Wöhlehof), Dezernent Stefan Sändker, Fachbereichsleiter Daniel Thien, Thomas Wranik, Fachbereich Bau, Architekt Frank Hildebrandt, Museumsleiter Andreas Eiynck, Bürgermeister Andreas Wenninghoff und Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf. Foto: Thomas PertzÜber den gelungenen Abschluss der Sanierungsarbeiten am und im Wöhlehof freuten sich (von links): Hugo Gelze, Ingrid Wolbers (Wöhlehof), Dezernent Stefan Sändker, Fachbereichsleiter Daniel Thien, Thomas Wranik, Fachbereich Bau, Architekt Frank Hildebrandt, Museumsleiter Andreas Eiynck, Bürgermeister Andreas Wenninghoff und Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf. Foto: Thomas Pertz

Spelle Mit einem Kostenaufwand von 295.000 Euro ist der Wöhlehof in Spelle, Bürgerbegegnungszentrum seit 1996, umfassend von außen und innen saniert worden. Zum Abschluss der Maßnahme trafen sich Vertreter der Gemeinde, des Architekturbüros und der Leiter des Emslandmuseums, Andreas Eiynck, auf der Diele des 1791 errichteten ehemaligen Bauernhofes.

Dort dankte Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf dem Architekturbüro Hildebrandt aus Lingen für Planung und Bauleitung und allen beteiligten Firmen für das gute Ergebnis. Besonders dankte er für die Förderung des Projektes dem Landkreis Emsland, dem Amt für regionale Landesentwicklung für Gelder aus Mitteln der Dorfentwicklung sowie für EU-Mitteln aus dem Leader-Programm für das südliche Emsland. Wie Architekt Frank Hildebrandt ergänzte, sind eine Reihe von handwerklichen Aufträgen an Betriebe aus der Region vergeben worden.

Umfangreiche Sanierungsarbeiten

Die Außenarbeiten beinhalteten unter anderem die Überarbeitung des Fachwerkes, einen neuen Anstrich, neue Fenster und eine teilweise Erneuerung der Dachpfannen. Innen war vor allem die energetische Sanierung mit der Erneuerung der Heizungsanlage ein Schwerpunkt. Hinzu kamen Putzarbeiten in der Diele und im Bereich der Gardeorobe sowie Dämmarbeiten. „Insgesamt sind durch die verschiedenen Maßnahmen die Rahmenbedingungen im und am Wöhlehof erheblich verbessert worden“, betonte der Verwaltungschef.

Generationsübergreifende Veranstaltungen

Hugo Gelze, Koordinator im Wöhlehof, hob die nach wie vor ungebrochene Anziehungskraft des Bürgerbegegnungszentrums für unterschiedliche Gruppen, Veranstaltungsformen und Initiativen hervor. „Seit der Eröffnung des Begegnungszentrums im April 1996 fanden dort rund 42.000 Veranstaltungen statt und bei der Besucherzahl sind wir knapp unter einer Million“, sagte Gelze. Der Koordinator hob insbesondere den generationsübergreifenden Charakter des Hauses hervor, in dem sich Gruppen im Kleinkindalter ebenso wohl fühlen würden wie über 90-Jährige beim Seniorennachmittag.

Als einen „finanziellen Riesenakt“ bezeichnete Museumsleiter Andreas Eiynck in seinem Rückblick auf die Entstehungsgeschichte des Begegnungszentrums die Sanierung der früheren Hofstelle. 1977 hatte die Kommune die Hofstelle mit dem 1791 errichteten Haupthaus erworben und rund 2,7 Millionen DM in die Sanierung gesteckt. Im Laufe der Jahre folgten weitere Maßnahmen. Um den Spagat zwischen der Erhaltung eines Baudenkmales und aktuellen Anforderungen hinsichtlich der Gebäudetechnik hinzubekommen, seien gute Architekten erforderlich „und eine Gemeinde, die den Wert solcher Objekte erkennt“.

Schneller Einsatz der Feuerwehr

Der Historiker hatte bei der Einweihung des Begegnungszentrums vor 22 Jahren den Festvortrag gehalten. In einem Buch über den Wöhlehof bezeichnete der Historiker das Ergebnis „für eine der am besten gelungenen Sanierungen eines alten niederdeutschen Bauernhauses weit über das Emsland hinaus“. Das wäre beinahe allerdings bei einem Brand zerstört worden. Nur der rasche Einsatz der Speller Feuerwehr, die sich damals noch in einem Gebäude direkt gegenüber befunden hatte, verhinderte 2001 die Zerstörung des Fachwerkhauses.

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