Anfertigung ist aufwendig Kirche in Spelle bekommt 25 Fenster im Tiffany-Stil

Von Heinz Krüssel


Spelle. Neue Glasfenster im Tiffany-Stil entstehen derzeit in den Gemeinderäumen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Spelle. Ziel ist es, aus dem im Jahr 2000 gebauten Gottesdienstraum einen noch würdigeren und attraktiveren Kirchenraum zu machen.

Jeden Montag ist in der Zeit von 19 bis 21 Uhr Arbeitseinsatz angesagt. Bis zu 15 Gemeindemitglieder engagieren sich ehrenamtlich und malen, schneiden Glas oder löten die Kupferdrähte, die die Glasteile einrahmen. Viel Fingerfertigkeit ist bei dem Kunsthandwerk gefragt. Da ist es gut, dass einige Hobbykünstler sich beruflich mit der Produktion von Platinen für Elektroartikel befassen und Vorkenntnisse im Löten einbringen konnten.

Ersten beiden Bilder sind fertig

Es sollen 25 Fenster für das Fensterband im oberen Bereich des Kirchenraumes auf diese Weise geschaffen werden, so die Planungen des Teams. Die ersten beiden Bilder sind fertig und zeigen bei einem Probeeinsatz in den Fenstern des Frieses, der den Kirchenraum im Dachbereich umschließt, wie sich das Bild der Kirche in den nächsten Jahren positiv verändern wird. „Wir gehen davon aus, dass das Team pro Monat ein Bild fertigen kann; damit wären wir dann in gut zwei Jahren mit dem Projekt fertig“, sagt Pastor Konrad Pfannkuche erfreut und ist gespannt auf das Endergebnis. Damit werde die künstlerische Ausgestaltung des Kirchenraumes fortgesetzt. Die Gemeinde hatte vor einigen Jahren Kunstwerke von Heinz Heiber erhalten, die im Zentrum den gekreuzigten und auferstandenen Herrn im himmlischen Jerusalem (Offenbarung 21) zeigen.

Leute gesucht und gefunden

Die Idee für die Fenstergestaltung habe der langjährige Kirchenvorstand Rainer Thiemann entwickelt, erläuterte Pastor Pfannkuche in einem Gespräch mit der Redaktion. „Als das Okay kam, habe ich Leute in der Kirchengemeinde gesucht und auch gefunden“, ist Thiemann beim Blick auf die ersten Ergebnisse recht stolz. Dank galt dem Speller Arzt Wolfgang Brinkmann, der die Bilder unter dem Motto „Himmlisches Jerusalem“ entworfen habe. Thiemann zeichnet sie im richtigen Größenverhältnis auf eine Schablone, sodass die „Mitarbeiter“ das Glas passgenau schneiden und schleifen können.

Auf Spenden angewiesen

Doch mit der Gestaltung der Fenster im Dachbereich ist das Gesamtkonzept noch nicht abgeschlossen. Auch die sechs großen Fenster im Altarraum stehen noch auf der Wunschliste und sollen Szenen aus der Offenbarung des Johannes zeigen. Dieses Vorhaben könne allerdings nur von einer Fachfirma ausgeführt werden, erklärt Rainer Thiemann. Nach ersten Planungen müssten dafür 60.000 Euro aufgebracht werden. „Eine solche Summe können wir uns als relativ kleine Kirchengemeinde nicht leisten und sind deshalb auf Spenden angewiesen“, hofft Konrad Pfannkuche auf viele Spender aus Spelle und darüber hinaus, sodass das Spendenbarometer kontinuierlich steigt. Die ersten Ergebnisse stimmen ihn hoffnungsvoll.


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