Auch im U-Bahnbau aktiv Rekers-Beton aus Spelle für Brücken am Lotter Kreuz

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Für die Erneuerung des Lotter Kreuzes im Bereich der A 30/A 1 bei Osnabrück erstellt das Speller Unternehmen insgesamt 44 Brückenträger. Foto: RekersFür die Erneuerung des Lotter Kreuzes im Bereich der A 30/A 1 bei Osnabrück erstellt das Speller Unternehmen insgesamt 44 Brückenträger. Foto: Rekers

Spelle. Eine positive Halbjahresbilanz für 2018 zieht das Betonwerk Rekers in Spelle. Drei große Neubau-Aufträge umfassen ein Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro. Darauf wiesen die Geschäftsführer Christof und Ulrich Rekers sowie Reiner Sasse, Abteilungsleiter im Bereich Betonfertigteile, im Gespräch mit der Redaktion hin.

2017 sei für das Familienunternehmen, das nächstes Jahr seinen 100. Geburtstag feiert, ein gutes Jahr gewesen, beschrieb Christof Rekers die Auftragslage in den Geschäftsfeldern Betonfertigteile, Beton-Fertiggaragen, Winkelstützwände, Betonwaren und Transportbeton. „2018 sind wir ebenfalls gut gestartet“, betonte der Geschäftsführer.

Konkret ging es dabei um den Neubau einer Produktionshalle für Daimler Benz in Bremen, um die Errichtung des Möbelhauses Martin in Saarbrücken und im Bereich der Logistik der Bau des Fiege Mega-Centers in Greven-Reckenfeld. Allein für das Daimler-Projekt in Bremen wurden 57.000 Tonnen Beton in Form von über 3000 Einzelteilen verarbeitet.

Große Logistikzentren

An allen drei Projekten seien die Arbeiten weit fortgeschritten, beschrieb Sasse den aktuellen Stand. Was die Errichtung der Logistikhalle in Greven-Reckenfeld anbelangt, erklärte Rekers, dass die Nachfrage bei der Erstellung solcher Bauten zunehme. Die nun entstehenden großen Logistikzentren seien ein Ausdruck des wachsenden Onlinehandels in Deutschland. „Die Ansprüche an die Gebäude steigen dabei“, ergänzte sein Bruder Ulrich Rekers. Hier spiele unter anderem die Höhe der Gebäude eine wichtige Rolle, um einen schnelleren Warenumschlag zu erreichen.

Weitere Folgeaufträge?

Erstmals ist Rekers in diesem Jahr auch im Brückenbau aktiv. Für die Erneuerung des Lotter Kreuzes im Bereich der A 30/A 1 bei Osnabrück erstellt das Speller Unternehmen insgesamt 44 Brückenträger. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf über 1,2 Millionen Euro, die Gesamttonnage auf fast 4000 Tonnen. In diesem Jahr erfolgen die Arbeiten für die Fahrtrichtung Osnabrück und im kommenden Jahr für die Fahrtrichtung Amsterdam. Wenn Rekers-Mitarbeiter dort mal im Stau stünden, wüssten sie immerhin, dass das eigene Unternehmen etwas davon habe, schmunzelten die Gesprächspartner. „Es ist das erste größere Brückenprojekt für uns“, sagte Christof Rekers. Vor dem Hintergrund des erheblichen Sanierungs- und Erneuerungsbedarfs im Brückenbau erhoffe sich das Unternehmen in Zukunft weitere Aufträge.

U-Bahn-Bau nun auch in Frankfurt

Die gesammelten Erfahrungen von Rekers im U-Bahn-Bau mit Projekten in Köln, Hamburg, Amsterdam und Kopenhagen kommen dem Unternehmen auch bei der Abwicklung eines Auftrages in Frankfurt am Main zugute. Für die künftige U-5-Stadtbahn stellt Rekers 8502 sogenannte Tübbinge her. Gemeint ist damit die Außenschale des Tunnels.

Transport großteils über die Schiene

Wie Abteilungsleiter Sasse erläuterte, erfolge der Transport zu einem großen Teil über die Schiene. Die Bedeutung des Schienennetzes für Rekers, was den Abtransport von Fertigprodukten und die Anlieferung von Materialien anbelangt, hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Die Anbindung des Unternehmens durch eine Weiche an den Gleisanschluss im Hafengebiet habe sich in der Vergangenheit als richtig erwiesen, unterstrichen die beiden Geschäftsführer.

Ein häufiges Ärgernis ist den Angaben der Gesprächspartner zufolge die mitunter lange Dauer der Transportgenehmigungen. Mitunter würden Wochen vergehen, bis eine Entscheidung vorliege.

Zufrieden mit Entwicklung in Polen

Aktuell arbeiten im Unternehmen mit seinen Produktionsstandorten in Spelle, Groß Ammensleben bei Magdeburg, Gelsenkirchen, Ochenbruck bei Nürnberg und Olszowa in Polen rund 750 Menschen, davon rund 580 am Hauptstandort Spelle. Das Werk in Polen hat Rekers vor einem Jahr in Betrieb genommen. Zurzeit wird auf dem Gelände ein Ingenieurbüro errichtet. Vier Bauingenieure aus Polen werden im Speller Werk auf die spezifischen Anforderungen des Unternehmens geschult. „Mit der Entwicklung in Olszowa sind wir sehr zufrieden“, unterstrichen die beiden Geschäftsführer.


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