GmbH besteht 40 Jahre Farbenprächtige Chronik über den Hafen Spelle-Venhaus

Von Ludger Jungeblut


Spelle. Die Hafen Spelle-Venhaus GmbH blickt auf ihr 40-jähriges Bestehen zurück. Aus diesem Anlass hat die Medienhaus Emsland GmbH eine facettenreiche farbenprächtige Chronik erstellt, die am Dienstag, 17. Juli 2018, in einer Feierstunde im Hafen rund 60 Gästen überreicht wird.

In einem Gespräch mit unserer Redaktion stellten Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf und Stefan Sändker, Geschäftsführer der Hafen Spelle-Venhaus GmbH, die 120-seitige druckfrische Chronik vor, die in einer Auflage von 1000 Stück unter dem Titel „Von einer kleinen Anlegestelle zum gefragten Logistikstandort“ erschienen ist. Hummeldorf, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der GmbH ist, verwies darauf, dass die Chronik ab sofort bei der Samtgemeinde gegen eine Schutzgebühr von 10 Euro erhältlich ist.

„Alle ziehen an einem Strang“

„Die Erfolgsgeschichte des Hafens am Dortmund-Ems-Kanal ist darauf zurückzuführen, dass alle an einem Strang ziehen“, hob Hummeldorf hervor und fügte hinzu: „Die Beteiligten haben erkannt, dass die Wasserstraße als Verkehrsträger immer bedeutsamer wird.“ Die politischen Gremien hätten immer klare Entscheidungen getroffen, um die Entwicklung des Hafens voranzutreiben.

Umschlag rasant erhöht

Nach seinen Worten erhöhte sich der Umschlag von 109.750 Tonnen im Jahr 1978 auf 935.747 Tonnen im vorigen Jahr. Die vor zwei Jahren abgeschlossene Erweiterung des Hafens um annähernd 30 Hektar mit einem Investitionsvolumen von 21,6 Millionen Euro sei richtungweisend gewesen. Hummeldorf machte darauf aufmerksam, dass die im Hafen ansässigen Firmen dort inzwischen mit 270 Arbeitnehmern tätig sind. „Wir siedeln im Hafen nur Betriebe an, die auf die Wasserstraße oder auf die Schiene angewiesen sind“, betonte der Samtgemeindebürgermeister die Bedeutung des trimodalen (Wasser, Schiene, Straße) Güterverkehrszentrums.

„Wir konnten uns auf die Zusagen der Unternehmen immer verlassen“

„Wir konnten uns auf die Zusagen der Unternehmen immer verlassen, umgekehrt haben wir für die nötigen Rahmenbedingungen gesorgt“, sagte er. Großen Dank zollte der Aufsichtsratsvorsitzende dem Landkreis Emsland für die verlässliche Unterstützung. Namentlich nannte Hummeldorf in diesem Zusammenhang die Leiterin der Wirtschaftsförderung, Martina Kruse. Auch die N-Bank in der Person von Martin Herrmann habe die Erweiterung des Hafens nach Kräften gefördert.

Stefan Sändker hob die Bedeutung des Hafens auch für GE Wind in Salzbergen, sowie für die auf Behälter- und Apparatebau beziehungsweise Silobau spezialisierten Unternehmen Jasper und Eichholz hervor. „Sowohl große Teile von Windkraftanlagen als auch Produkte von Jasper und Eichholz lassen sich am besten auf dem Wasserweg transportieren“, sagte Sändker. Der Hafen habe für die Wertschöpfungskette dieser Unternehmen eine besondere Bedeutung.

Multifunktionsgebäude geplant

Hummeldorf und Sändker verwiesen darauf, dass im nächsten Jahr der Bau eines Multifunktionsgebäudes im Hafenbereich geplant ist. Hier soll künftig ein Hafenmeister arbeiten und für die Eingangskontrolle zuständig sein. Es soll außerdem Mitarbeitern der Hafen Spelle-Venhaus GmbH und der kommunalen Verwaltung Büro-, Sanitär- und Werkstatträume bieten und ihnen, wie auch den im Hafen ansässigen Unternehmen, Tagungsräume bereithalten. Das Gebäude soll auch neuer Standort für die Feuerwehr Venhaus, die DLRG und das DRK werden und als Dienststelle der Wasserschutzpolizei dienen.

Weitere Vorhaben

Weitere Vorhaben sind die Verlängerung des Stichhafens, die Erstellung eines Abstell- und Rangiergleises und ein Gleislückenschluss sowie die Schaffung einer neuen Lagerfläche für Schütt- und Stückgüter.

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