Mehr als die Hälfte strebt Fachabi an 96 Schüler von der Oberschule Spelle verabschiedet

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96 Schülerinnen und Schüler haben am Freitag ihren Abschied von der Oberschule Spelle gefeiert. Foto: Christiane Adam96 Schülerinnen und Schüler haben am Freitag ihren Abschied von der Oberschule Spelle gefeiert. Foto: Christiane Adam

Spelle. „Es lohnt sich immer, es zu versuchen“, so lautet das Motto, das sich die 96 Absolventen der Oberschule Spelle im Jahr 2018 für ihre Abschlussfeier gegeben haben.

Es sei ein besonderer Jahrgang, der nun verabschiedet werde, betonte Schulleiter Karsten Bittigau vor 400 Gästen, denn dieser Jahrgang habe die Schule als erster komplett als Oberschule durchlaufen. Zudem habe die Oberschule Spelle nunmehr bewiesen: „Wir können nicht nur Haupt- und Realschule, sondern wir können auch Gymnasium.“ 20 Prozent der Absolventen begännen im August eine duale Ausbildung, 43 Prozent würden eine berufsbildende Schule besuchen. Mehr als die Hälfte strebe das Fachabitur an. Zu den 96 Absolventen zählen auch drei Austauschschüler aus Ecuador und einer aus Spanien.

Rat und Umarmung der Eltern

Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf überbrachte Glückwünsche vom Schulträger. Bildung sei der Schlüssel für die Zukunft und entscheide nicht nur über zukünftige berufliche Chancen, sondern auch über die spätere finanzielle Absicherung. „Wir sind stolz auf euch“, rief Schulelternratssprecherin Natalia Sutke aus. „Ihr sitzt nun als junge Erwachsene vor uns. Trotzdem: Ein Rat oder eine Umarmung von den Eltern tun immer gut“, gab sie den Absolventen der neunten und zehnten Klassen mit auf den Weg.

Überwältigende Frage nach der Zukunft

„Mir kommt es vor, als ob ich erst gestern mit vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten in eine Klasse geworfen worden sei“, schilderte Schulsprecher und Absolvent Andre Boxberger seine Gefühle. Die Frage nach der Zukunft sei oft überwältigend, aber er wisse, dass nichts unmöglich ist, spielte er auf das Motto des Abschlussjahrgangs an.

Sonderpreis für Elena Andreea Stoica

Aus jeder der sechs Klassen, die verabschiedet worden sind, wurden die Schüler mit den besten Notendurchschnitten ausgezeichnet. Eine überraschende Auszeichnung brachte der Kiwanis-Club Meppen/Lingen mit. „Seit acht Jahren vergeben wir einen Hauptschulpreis für besondere Leistungen“, erklärte Bernd Robben. Lehrerin Melanie Hindriks hatte in einem sehr persönlich gehaltenen Brief ihre Schülerin Elena Andreea Stoica dafür vorgeschlagen. Ihre besondere Leistung bestünde darin, dass die Rumänin in der vierten Klasse ohne Deutschkenntnisse nach Spelle gekommen sei. „Keine Frage war ihr unangenehm“, zitierte Robben aus dem Brief. In Eigeninitiative habe sich das Mädchen, das in ihrer Familie keine deutschsprachige Unterstützung habe, Praktikumsplätze im sozialen Bereich gesucht. „Mit ihrem Temperament ist sie der Stolz jeder Lehrerin“, hieß es weiter.

Eine besondere Leistung brachte auch Jonas Thale, der ein beeindruckendes Klavierstück aufführte, obschon er das Musikinstrument noch nicht sehr lange spiele. Ebenso sorgte die Schülerband für musikalische Intermezzi.


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