Probebohrungen Fracking: IG Schönes Lünne rügt Minister Althusmann

Von Ludger Jungeblut

Die Interessengemeinschaft Schönes Lünne fürchtet weiterhin, dass Lünne Standort für unkonventionelles Fracking im Zusammenhang mit der Erdgasförderung wird. Foto: Ludger JungeblutDie Interessengemeinschaft Schönes Lünne fürchtet weiterhin, dass Lünne Standort für unkonventionelles Fracking im Zusammenhang mit der Erdgasförderung wird. Foto: Ludger Jungeblut

Lünne. Die Interessengemeinschaft (IG) Schönes Lünne hat sich „auf das Schärfste“ gegen die Absicht des niedersächsischen Wirtschaftsministers Bernd Althusmann (CDU) gewandt, das unkonventionelle Fracking zu Testzwecken und Probebohrungen zu erlauben.

In Lünne ist bereits eine Bohrung durch die Firma Exxon mobil niedergebracht worden. „Wir stehen auch weiterhin dafür ein, dass keine giftigen Chemikalien mit hohem Druck in den Untergrund gepresst werden“, betont IG-Sprecher Markus Rolink in einer Stellungnahme zu den Äußerungen von Althusmann. Unter dem Deckmantel von „Probebohrungen“ solle scheinbar der Einstieg in ein flächendeckendes Fracking im Schiefergestein hergestellt werden. Dabei seien schon heute die Gefahren für das Grundwasser und die Umwelt bekannt. Probebohrungen bezeichnete er als „reine Augenwischerei.“

„Aufgezeigte Risiken sind reale Gefahren“

Dass gerade Niedersachsen hier als einziges Bundesland vorpresche, verwundere. Gerade in der jüngeren Vergangenheit hätten die handelnden Unternehmen in Niedersachsen immer wieder durch Unfälle und Umweltschädigungen deutlich gemacht, dass die aufgezeigten Risiken reale Gefahren seien. Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf betonte auf Anfrage der Redaktion: „Solange umweltrelevante Stoffe in die Erde gepresst werden, um eine Erdgasförderung zu ermöglichen, bin ich ohne Wenn und Aber dagegen.“