Schapener wird Amtsbruder Bischof Bode freut sich auf Zusammenarbeit mit Wilmer

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Die deutsche Botschafterin beim Vatikan, Annette Schavan, stellte kürzlich das von Heiner Wilmer verfasste Buch „Hunger nach Freiheit“ vor der Mosesfigur von Michelangelo in der Kirche San Pietro in Vincoli vor. Links im Bild Simon Biallowons, der an dem Buch mitgewirkt hat, rechts Pater Heiner Wilmer. Foto: Katholische KircheDie deutsche Botschafterin beim Vatikan, Annette Schavan, stellte kürzlich das von Heiner Wilmer verfasste Buch „Hunger nach Freiheit“ vor der Mosesfigur von Michelangelo in der Kirche San Pietro in Vincoli vor. Links im Bild Simon Biallowons, der an dem Buch mitgewirkt hat, rechts Pater Heiner Wilmer. Foto: Katholische Kirche

Schapen. Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode freut sich auf die nachbarschaftliche Zusammenarbeit mit dem aus Schapen stammenden künftigen Bischof von Hildesheim, Heiner Wilmer.

In einer Stellungnahme am Freitag betonte Bode: „Ich kenne Pater Wilmer seit 20 Jahren. Lange Zeit hat er ideenreich und umsichtig das Gymnasium Leoninum Handrup geleitet. Seine reichen Leitungserfahrungen im Orden der Herz-Jesu-Priester werden ihm in seinem neuen Dienst sehr zugutekommen.“

„Wie ein Feiertag“

Der Speller Samtgemeindedirektor Bernhard Hummeldorf sagte unserer Redaktion: „Diese Entscheidung ist für die Samtgemeinde Spelle und die Mitgliedsgemeinde Schapen wie ein Feiertag.“ Er traue dem 56-Jährigen die neue Aufgabe uneingeschränkt zu. „Wenn es einer kann, dann ist es Pater Wilmer.“ Hummeldorf verwies darauf, dass mit Heiner Wilmer, Pater Heinz Kulüke (Steyler Missionare) und dem Osnabrücker Weihbischof Johannes Wübbe, der vorher Pfarrer in Spelle war, drei Personen hohe Ämter in der katholischen Kirche bekleiden.

„Immer der Mensch im Mittelpunkt“

„Dass ein Sohn der Gemeinde Schapen Bischof von Hildesheim wird, ist eine ganz tolle Sache“, erklärte der Schapener Bürgermeister Karlheinz Schöttmer. Er kenne den gleichaltrigen Wilmer von Kindesbeinen an. „Wir saßen vier Jahre lang zusammen in der Grundschule in einer Klasse und haben in den Pausen Fußball gespielt.“ Für Wilmer stehe immer der Mensch im Mittelpunkt. Dass der Pater nie die Bodenhaftung verloren habe, werde auch daran deutlich, dass er weiter plattdeutsch spreche. Im Oktober vorigen Jahres habe er sich für Rombesucher aus seiner Heimat immer wieder Zeit genommen.

„Im besten Sinne des Wortes ein Menschenfischer“

Der Speller Pfarrer Ludger Pöttering, der auch für Schapen zuständig ist, verwies auf die große Herausforderung, die mit dem Bischofsamt verbunden ist. „Heiner Wilmer ist im besten Sinne ein Menschenfischer“, verwies Pöttering auf Wilmers Gabe, die Menschen für den christlichen Glauben zu begeistern.

„Ein toller Priester“

Das sah Emslanddechant Thomas Burke aus Lingen genauso. Er sei über die Ernennung seines Mitbruders, der auch durch seine Tätigkeiten in der Weltkirche seine Fähigkeiten bewiesen habe, und viel Kreativität besitze, sehr froh. „Pater Wilmer ist ein toller Priester und wird segensreich wirken“, zeigte sich Burke überzeugt.

Der Heimat ein Stück näher

Theo Wilmer, der den elterlichen Hof in Schapen bewirtschaftet, zeigte sich erfreut darüber, dass sein Bruder der Heimat wieder ein Stück näher kommt. Heiner Wilmer versprach im Gespräch mit der Redaktion, künftig wieder häufiger seine Familie in Schapen zu besuchen. Sein Bruder macht sich aber über die künftige Arbeitsbelastung seines Bruders keine Illusionen. „Bischof zu sein, ist ein 24-Stunden-Job.“


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