Familienfreundlicher Betrieb in Schapen Massage in der Pause beim Modehaus Schulte

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Positive Erfahrungen haben (von links) Sebastian Schütte-Bruns, Maria Veerkamp, Ursula Herbers, Ruth Schottmeier und Hermann Schütte-Bruns mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gemacht. Foto: Heinz KrüsselPositive Erfahrungen haben (von links) Sebastian Schütte-Bruns, Maria Veerkamp, Ursula Herbers, Ruth Schottmeier und Hermann Schütte-Bruns mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gemacht. Foto: Heinz Krüssel

Schapen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat im Modehaus Schulte in Schapen mittlerweile in der dritten Generation Tradition. Sie ist fester Bestandteil in der Firmenphilosophie.

„Wenn in der Familie eines Mitarbeiters jemand krank ist, dann kümmere Dich drum.“ Diese Devise habe er von den Schwiegereltern und Firmengründern Heinrich und Agnes Schulte mit auf den Weg bekommen, erinnert sich Hermann Schütte-Bruns, der das Familienunternehmen mit aktuell über 100 Mitarbeitern gemeinsam mit Ehefrau Anna seit 1985 in der zweiten Generation führt. Inzwischen ist seit einigen Monaten Sohn Sebastian in der dritten Generation in der Geschäftsführung engagiert. Er wolle den Weg als wichtigen Erfolgsfaktor fortführen, denn „zufriedene Mitarbeiter bedeuten zufriedene Kunden.“

Die Erfahrung habe gelehrt, dass sich die Rücksichtnahme positiv auf das Arbeitsklima auswirke und dass die Mitarbeiter das Entgegenkommen zurückgeben, betont Hermann Schütte-Bruns. „Zunächst wurde je nach Bedarf spontan und individuell entschieden, bis wir den Grundsatz in unserer Firmenphilosophie festgeschrieben haben.“ Mittlerweile sei es eine Selbstverständlichkeit, dass sich die Kolleginnen und Kollegen gegenseitig auf Wünsche einstellen, Rücksicht nehmen und bei Bedarf untereinander die Dienststunden tauschen.

Stellvertretend für viele Kollegen haben Ursula Herbers, Maria Veerkamp und Ruth Schottmeier in einem Gespräch mit der Redaktion ihre ganz persönlichen Erfahrungen geschildert. Nur dank des Systems sei es ihnen in zum Teil schwierigen Situationen möglich gewesen, den Beruf mit dem Familienleben in Einklang zu bringen.

Pflegelotsen im Unternehmen

Ursula Herbers war bis zur Geburt ihrer Tochter in der Verwaltung beschäftigt. Weil ihr Ehemann im Schichtdienst arbeitete, wechselte sie in den Verkauf. Dort war die Arbeitszeit flexibler zu handhaben. Hart hat das Schicksal die Familie von Maria Veerkamp getroffen. Im Jahr 2007 erkrankte ihr Ehemann schwer und musste gepflegt werden. (Pflegestufe 4). Inzwischen wird der Ehemann vormittags betreut, sodass Maria Veerkamp in dieser Zeit arbeiten kann. „Ich bin auf Flexibilität angewiesen“, weist sie auf den gelebten Teamgeist hin. Den unterstreicht auch Ruth Schottmeier. Als ihr Vater an Lungenkrebs erkrankte, hat sie ihn bis zum Tod zuhause sowie im Krankenhaus gepflegt und begleitet und zwischendurch gearbeitet. Ihre persönlichen Erfahrungen haben Ursula Herbers und Ruth Schottmeier veranlasst, sich als Pflegelotsen ausbilden zu lassen. Sie sind seither Ansprechpartner für Kollegen in schwierigen Lebenssituationen. Sie bieten Informationen, aber keine Beratung.

Mobile Massage im Modehaus

Im Modehaus Schulte sind weitere Maßnahmen erfolgreich etabliert worden, beispielsweise die „mobile Massage“. An jedem Freitag kommt eine Physiotherapeutin in den Betrieb. Jeder Mitarbeiter kann in einer Arbeitspause eine Massage in Anspruch nehmen. Die Kosten übernimmt größtenteils der Betrieb. Eine gern genutzte Möglichkeit ist der „Oma-Tag“. Großmütter können wöchentlich davon Gebrauch machen, um beispielsweise die Enkelkinder zu betreuen. Mit 50 Prozent beteiligt sich das Modehaus Schulte an Kinderbetreuungskosten (Kita, Tagesmutter) für alle nichtschulpflichtigen Kinder.


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