Thema im Fachausschuss Samtgemeinde Spelle gegen Biogasanlage in Freren

Von Ludger Jungeblut

Eine Biogasanlage soll auf dem Gelände des ehemaligen Depots zwischen Freren und Schapen entstehen. Die benachbarte Samtgemeinde Spelle lehnt dasVorhaben ab. Symbolfoto: Friso Gentsch/dpaEine Biogasanlage soll auf dem Gelände des ehemaligen Depots zwischen Freren und Schapen entstehen. Die benachbarte Samtgemeinde Spelle lehnt dasVorhaben ab. Symbolfoto: Friso Gentsch/dpa

Spelle. Die Samtgemeinde Spelle lehnt den Bau einer Biogasanlage zwischen Freren und Schapen auf dem Gebiet der Stadt Freren ab.

Das hat der Erste Samtgemeinderat Stefan Lohaus in der jüngsten Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses der Samtgemeinde Spelle unterstrichen. „Wir werden das Vorhaben weiterhin kritisch begleiten“, sagte Lohaus und fügte hinzu. „Das Problem sind die Emissionen.“ Ausschussmitglied Christoph Greve (CDU) aus Schapen kündigte die Prüfung rechtlicher Schritte an, um das Vorhaben zu verhindern.

Änderungsantrag eingereicht

Die Erste Samtgemeinderätin der Samtgemeinde Freren, Sonja Ahrend, teilte unserer Redaktion auf Anfrage mit, dass die PEP GmbH & Co.KG, Hannover als Rechtsnachfolgerin der BEP Bio Energiepark Holding GmbH, Freren einen Änderungsantrag beim Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt in Oldenburg eingereicht habe. Dieser beinhaltet laut Ahrend im Wesentlichen die Erhöhung der Durchsatzkapazität an Einsatzstoffen von 49,5 Tonnen auf 100 Tonnen pro Tag für die bereits genehmigte, aber bislang noch nicht errichtete Biogasanlage im Bardel in Freren auf dem ehemaligen Depotgelände vorsieht.

„Antrag noch nicht vollständig“

Ahrend: „Der Antrag ist nach Prüfung durch die Fachbehörden noch nicht vollständig. Dies bedeutet, dass erst bei Vorlage aller Unterlagen eine abschließende Prüfung und Beratung seitens der politischen Gremien der Stadt Freren erfolgen kann.“

Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen

Grundsätzlich bleibe festzustellen, dass für das Gelände seit Jahren der rechtskräftige Bebauungsplan Nr. 38 „Sondergebiet Energiepark Freren“ vorliege, der auch die von den Antragstellern jetzt beantragte Änderung mit Erweiterung abdecke. Darüber hinaus erfolge nach Vervollständigung der Unterlagen auch noch eine Beteiligung der Öffentlichkeit (Auslegung der Planunterlagen) für das Änderungsverfahren nach Bundes-Immissionsschutzgesetz, teilte Ahrend abschließend mit.

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