Zwei Standorte in Mecklenburg-Vorpommern LVD Krone in Spelle vergrößert sein Vertriebsgebiet

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Spelle. Der LVD Bernard Krone in Spelle vergrößert sein Vertriebsgebiet. Der Spezialist für Landmaschinen-Handel übernimmt den John-Deere-Vertriebspartner Drees Hanse Agrartechnik mit Hauptsitz in Scharpitz in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Übernahme der beiden Standorte in Scharpitz und Groß Bölkow erfolgte inklusive der Beschäftigten. Alle 60 seien von LVD Krone übernommen worden, unterstrichen Geschäftsführerin Dorothee Renzelmann und Geschäftsführer Ludger Gude in einem Gespräch mit der Redaktion.

Nach dieser Übernahme beschäftigt LVD Krone 360 Mitarbeiter an 17 Standorten in drei Regionen: Emsland, Grafschaft Bentheim und Osnabrücker Land (LVD Krone West), Sachsen-Anhalt und Thüringen (LVD Krone Ost) sowie der Norden mit Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Das neue Vertriebsgebiet schließt sich nahtlos an das Bestehende von LVD Krone Nord an. „Damit sind wir an der kompletten Ostseeküste von Lübeck bis Rügen vertreten“, betonte Gude.

Renzelmann: Eine Superchance für uns

Die Region dort zählt zu den besten Ackerbauregionen in Deutschland und bietet damit interessante Geschäftsfelder für das Speller Unternehmen. „Das ist eine Superchance für uns“, hob Renzelmann hervor. Mit den 17 Standorten in den drei Regionen sei der LVD Krone damit deutschlandweit zum größten John-Deere-Händler aufgestiegen und innerhalb Europas zu einem der größten, ergänzte Gude.

„Krone-Denke“

Renzelmann hatte auf Betriebsversammlungen vor Ort in Mecklenburg-Vorpommern gesprochen und dort die „Krone-Denke“, wie die Geschäftsführerin es formulierte, rübergebracht. „Es geht nur zusammen, wenn wir daraus eine Erfolgsgeschichte machen wollen“. LVD Krone investierte rund 3,5 Millionen Euro in die Übernahme.

Die weiteren Perspektiven sind nach Angaben der Geschäftsführung in Spelle gut. „Landwirtschaft ohne Landtechnik funktioniert nicht, wir sind eine Zukunftsbranche“, meinte Gude. Es gebe kaum eine Branche, wo der technische Fortschritt so rasant verlaufe, wie in der Landtechnik. Diesen Herausforderungen müsse sich der Landmaschinenhandel stellen. „Die Erntemaschinen heute sind fahrende Fabriken“, sagte der Geschäftsführer mit Hinweis auf die über Satellitensteuerung mögliche 24-stündige Einsatzmöglichkeit auf den Feldern.

Vor diesem Hintergrund lege LVD Krone auch in Zukunft wert auf eine hoch qualifizierte Ausbildung im Unternehmen, betonte Renzelmann. Ziel sei es, sich den Fachkräftenachwuchs selbst heranzubilden. Von den aktuell 50 Azubis befinden sich 40 im gewerblich-technischen Bereich.

Die aktuellen geschäftlichen Entwicklungen beim LVD Krone sind sicherlich auch ein Thema bei der Krone-Hausmesse, die am zweiten Märzwochenende stattfindet. Präsentiert werden vom 9. bis 11. März Landmaschinen, Gebrauchtmaschinen, Motorgeräte, Kommunaltechnik sowie Neuheiten aus Melk-, Stall- und Fütterungstechnik.


„LVD“ steht für „Landwirtschaftlicher Vertriebsdienst“. Was dahinter steckt, ist an der Portlandstraße in Spelle unübersehbar: Das im Jahr 2015 fertiggestellte Betriebsgelände umfasst sechs Hektar, die Gebrauchtmaschinenhalle rund 8000 Quadratmeter, die Werkstatt 1300. Hinzu kommen Flächen für ein Ersatzteil- und Kleinteilelager, einen Motorgerätemarkt, Büro-, Schulungs- und Sozialräume. Insgesamt bietet LVD Krone inzwischen 360 Beschäftigten in 17 Filialen im norddeutschen Raum einen Arbeitsplatz.

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