„Zukunft anpacken“ Würdigung des Ehrenamts auf dem Neujahrsempfang in Schapen

Meine Nachrichten

Um das Thema Spelle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Schapen „Scha-, Scha-, Schapen, klein aber fein“, intonierte der Chor „Happy tones“ auf dem traditionellen Schapener Neujahrsempfang im Landgasthaus Rosken und annähernd 300 Bürger stimmten begeistert  und schunkelnd in „ihre“ Heimathymne mit ein: Denn aus dem einstigen Töddendorf Schapen ist eine prosperierende Gemeinde geworden, in der es sich für derzeit knapp 2500 Menschen aller Generationen hervorragend arbeiten, wohnen und leben lässt.

In einem umfassenden Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr 2017 und mit einem vielversprechenden Ausblick auf das gerade erste begonnene Jahr 2018 würdigte Schapens Bürgermeister Karlheinz Schöttmer insbesondere die vorbildliche Einsatzbereitschaft vieler ehrenamtlich Engagierter zum Wohle aller, die Ortsverbundenheit mutiger und entschlossener Unternehmer, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die gemeinsame Sorge für eine lebens- und liebenswerte Gemeinde mit starker Wirtschaft, guter Infrastruktur und nahezu Vollbeschäftigung. Mit dem 14-köpfigen Team des Jugendforums Bistro und dem leidenschaftlichen Heimathistoriker Ludger Meyer ehrte Karlheinz Schöttmer stellvertretend für das überall gelebte Ehrenamt zwei Preisträger, die Gegenwärtiges stärken und Vergangenes bewahren.

Zukunft anpacken

Zukunft anpacken heißt es hingegen auch 2018 in Schapen, denn auf der Agenda stehen unter anderem der Glasfaserausbau (zunächst für die innere Ortslage), die Sanierung des Alten Glockenturms, die barrierefreie Gestaltung der Kirchstraße, der Bau einer Schutzhütte am Knotenpunkt dreier Radrouten, die Installierung einer Beregnungsanlage auf dem Sportplatz des FC 27 Schapen sowie die Neugestaltung dreier Spielplätze, allen voran die des Kindergartenspielplatzes St. Ludgerus.

Sternsinger bringen Segen

Auf diesem spielten schon Generationen von Schapenern, von denen sich viele auch als Sternsinger engagierten. Die Heiligen Drei Könige brachten ihren Segen auch auf den Neujahrsempfang, ihr Ruf nach einer Spende gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit wurde nur zu gerne gehört. Wie Pfarrer i. R. Joachim Kern verriet, haben sich seit 1982 etwa 1300 Kinder als Sternsinger auf die Schapener Wege gemacht und so bisher mehr als 90.000 Euro für Hilfsprojekte in der dritten Welt gesammelt.

Stärke des ländlichen Raums

Gebündelte politische Informationen aus Hannover offerierte der jüngst gewählte Landtagsabgeordnete Christian Fühner in seinem Festvortrag „Niedersachsen nach der Wahl“ mit dem Fokus auf Finanz- und Bildungspolitik, innere und soziale Sicherheit, Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik sowie auf die Digitalisierung. „Alle diese Themen müssen wir anschieben und bewegen, ohne dabei das Wesentliche zu vergessen - die Menschen, die davon profitieren sollen“, betonte Fühner und würdigte Schapen als eine Vorzeigegemeinde für die Stärke des ländlichen Raums.

Tor zum Emsland

„In Spelle, Schapen und Lünne sitzen wir alle in einem Boot und haben die Segel voll in den Wind gesetzt. Aber niemand ist so gut, dass er sich nicht noch verbessern kann“, informierte Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf über vielfältige Aufgaben und aussichtsreiche Zukunftsperspektiven der Samtgemeinde Spelle. Seinen Blick richtete er dabei insbesondere auf die zu fördernden oder zu sichernden Handlungsfelder Familienfreundlichkeit, Ehrenamt, Schlagkraft der Rettungsorganisationen, demografischer Wandel, Integration, Wirtschaft, Finanzen, Tourismus und eine weiterhin positive Außendarstellung, zu der Schapen ganz wesentlich beiträgt. Schließlich sei Schapen das Tor zum Emsland.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN