Ein Artikel der Redaktion

Kristina Egbers baut Schule in Simbabwe „Stuttgarterin des Jahres“ kommt aus Schapen

Von Anne Bremenkamp | 23.05.2019, 14:17 Uhr

Die „Stuttgarterin des Jahres 2018“ kommt aus Schapen: Die Architektin Kristina Egbers baut für die Hilfsorganisation „Ingenieure ohne Grenzen“ in Simbabwe Klassenzimmer für eine Grundschule mit rund 750 Kindern von der ersten bis zur siebten Klasse.

Egbers ist eine von zehn „Stuttgartern des Jahres 2018“. Das ist ein Ehrenamtspreis, den die Stuttgarter Versicherung mit der Stuttgarter Zeitung auslobt und der bei einer Benefizgala im Stuttgarter Veranstaltungszentrum Wizemann verliehen wurde. Zudem erhielten Egbers und ihre Mitstreiter im Schulbauprojekt jüngst den Architekturpreis „Deutscher Ziegelpreis 2019“ in der Kategorie „Sonderpreis für soziales Engagement“.

Bereits während ihres Studiums ist die heute 32-jährige Schapenerin auf das schulische Hilfsprojekt in Simbabwe aufmerksam geworden. In dem provisorisch aus dem Boden gestampften Stadtteil Hopely in der Hauptstadt Harare war die noch nicht existente Schule „Rising Star“ zunächst Thema ihrer Diplomarbeit. Jetzt ist die stetig wachsende Bildungseinrichtung auch ein Thema in ihrem (Berufs-)Leben. Denn in den nächsten Tagen fliegt Egbers zum siebten Mal in das Binnenland im Süden Afrikas. Sieben Monate lang will sie dort erneut Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

Hat die „Rising Star“-Schule früher weder Schutz vor der Regenzeit geboten noch funktionierende sanitäre Anlagen vorgehalten, so sind heute schon sieben von den 14 angepeilten Klassenzimmern fertiggestellt. Aktuell geht es in die vierte Bauphase. 260.000 Euro hat die Hilfsorganisation „Ingenieure ohne Grenzen“ dafür über Stiftungen und durch Spenden zusammengetragen.

„Es ist spannend und das eigene Projekt, an dem ich maßgeblich mitentscheiden und auch andere motivieren kann. Eine Baustelle muss laufen“, sagt Egbers. Während eines Heimatbesuchs wurde sie von Bürgermeister Karlheinz Schöttmer und Ratsherr Thomas Hoffrogge empfangen. Sie äußerten Respekt vor der bisherigen Lebensleistung der 32-Jährigen, aus „nichts so ein Ding zu stampfen“. Sie betonten: Schapen hat nicht nur einen Bischof, sondern auch die Stuttgarterin des Jahres hervorgebracht.