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Aller guten Dinge sind drei Bushäuschen, Hofkreuz und Streuobstwiese in Schapen eingeweiht

Von Anne Bremenkamp | 25.08.2019, 16:18 Uhr

Alle guten Dinge sind drei im Schapener Ortsteil Borken, denn dort ist jetzt mit dem Bau eines einladenden Bushäuschens, der Anlegung einer insektenfreundlichen Streuobstwiese und der Wiederauferstehung eines historischen Hofkreuzes ein malerisches Kleinod mit Erlebniswert und Aufenthaltsqualität entstanden.

„Nich bloß jagen un bloß drieben, ok mol´n Stündken sinnich blieben“, ist auf dem Giebel des in Ständerbauweise errichteten Fachwerkhäuschens zu lesen. Unmittelbar neben Streuobstwiese und Hofkreuz idyllisch gelegen erfährt es nicht nur als Bushaltestelle regen Zulauf. Bevor es aber an der Zeit war, zur offiziellen Einweihung des attraktiven „Trios“ im Beisein von rund 150 interessierten Gästen auch mal „sinnich to blieben“, waren viel Eigeninitiative und anpackende Tatkraft der Borkener Anlieger und der Mitglieder des Schapener Heimatvereins gefragt. Und so lädt auf dem vom zum Christophorus-Werk gehörenden Biohof Vaal zur Verfügung gestellten Gelände entlang einer belebten Radwegeroute nunmehr ein liebevoll gestaltetes Umfeld zum Verweilen und Entdecken ein.

Den Bau des von der Borkener Gemeinschaft in 1075 Arbeitsstunden errichteten Bushäuschens ließ seitens der Anlieger Alexander Vaal Revue passieren. Die Realisierung des ortstypischen Fachwerkgebäudes, das ein wahres Schmuckstück mit viel Aufenthaltsqualität nicht nur für Buskinder und zudem beliebter Treffpunkt für die ganze Dorfgemeinschaft ist, wurde finanziell gefördert mit jeweils 4.000 Euro durch die Gemeinde Schapen und das EU-Förderprogramm Leader sowie mit 1.000 Euro durch Innogy.

Dem im Zuge des Bushäuschen-Baus unverhofft wiedergefundenen, erstmals im Jahr 1857 eingeweihten Hofkreuz der einstigen Hofstelle Bruns (heute Ross) hat der Heimatverein Schapen neues Leben eingehaucht. Wie Heimatvereinsvorsitzender Hermann Hofhus berichtete, war das einst unter Eichen stehende Hofkreuz der seit 1887 ausgestorbenen Familie Bruns in den 1960er Jahren während eines Sturmes zerstört, seine Überreste eingelagert und dann lange vergessen worden. Das vom Hofeigner Heinrich Ross gestiftete Kreuz wurde mit finanzieller Unterstützung der Wisniewsky-Stiftung sowie der Emsländischen Sparkassenstiftung vom Schapener Steinmetzbetrieb Brunke restauriert, den neuen Korpus spendierte Bernhard Vismann. Dass das Hofkreuz jetzt am Rande der blühenden und „summenden“ Streuobstwiese steht und nicht an einem bis vor kurzem noch wilden Buschgelände, ist ebenfalls der Initiative des Heimatvereins zu verdanken.

Der herzliche Dank von Alexander Vaal und Hermann Hofhus galt allen, die an der Realisierung des so wunderbar Geschaffenen beteiligt waren. „Wenn Vereine aktiv sind und wenn Menschen sich verstehen, dann kann enorm viel bewegt werden“, zollte Schapens Bürgermeister Karlheinz Schöttmer seinen Respekt und auch Leader-Regionalmanager Daniel Brinkschröder zeigte sich beeindruckt: „Das Ehrenamt ist eine ganz große Stärke des Emslands.“ Das paradiesische Borkener Gesamtensemble stellten schließlich Pfarrer Ludger Pöttering und Pastor Joachim Korporal unter den Segen Gottes.