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Weidemark Lieferant und Kunde Neuer Partner für Sögeler Fernwärme

Von Christoph Assies | 29.07.2014, 18:07 Uhr

Nach zwei Jahren Vorarbeit „auf der Zielgeraden“ befindet sich nach den Worten von Sögels Gemeindedirektor Günter Wigbers die Planungsphase für die Nutzung von überschüssiger industrieller Abwärme. Neben der Fettschmelze TenKate steht nun auch der Schlachthof der Firma Weidemark als Wärmelieferant und zugleich als ein großer Wärmeabnehmer zur Verfügung.

Wie Wigbers den Mitgliedern des Bauausschusses der Gemeinde am Montag mitteilte, werden die weiteren Schritte zur Realisierung der Leitungen durch die bereits 2011 gegründete Sögel Energie GmbH mit dem Energieversorger EWE erörtert. „Sobald der betriebswirtschaftliche und rechtliche Rahmen exakt steht, werden wir die Beratungen in den politischen Gremien fortsetzen und konkrete Entscheidungsvorschläge erarbeiten“, so Wigbers.

Für die Auskoppelung der Wärme, die Leitungstrasse und die Hausanschlüsse waren bisher 3,6 Millionen Euro veranschlagt. Wigbers: „Das war aufgrund der jährlichen Betriebskosten und den bis dahin bekannten Abnehmern keine wirtschaftliche Lösung.“

Weniger Investitionen

Mit dem Schlachthof gebe es sowohl nun einen neuen Wärmekunden als auch einen neuen großen Wärmelieferanten. „Die im Betrieb vorhandenen Kesselanlagen können zudem auch noch als Redundanzkörper zur Verfügung gestellt werden, sodass für die Nahwärmeleitung nicht in zusätzliche Kessel investiert werden muss“, erklärte Wigbers. Für das Projekt ergäben sich sowohl ökonomische als auch ökologische Perspektiven. „Wir sind offenkundig in der Lage, den Kunden einen attraktiven Wärmepreis anzubieten und einen wirtschaftlichen Betrieb des Nahwärmenetzes zu gewährleisten“, erklärte Wigbers.

Wie bereits berichtet , geht es um die Wärmelieferung für Unternehmen im Sögeler Industriegebiet, kommunale und kirchliche Gebäude, darunter das Freibad und das Hümmling Hospital sowie Privathaushalte entlang der rund vier Kilometer langen Trasse.