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„Startklar für den Beruf“ Gütesiegel für Sögeler Gymnasium

Von Helmut Diers | 02.12.2015, 07:21 Uhr

Darauf kann das Hümmling-Gymnasium mit Recht stolz sein. Vor einigen Wochen hat die Niedersächsische Schulinspektion der Bildungsanstalt eine hervorragende Arbeit attestiert, jetzt hat die Aktionsgemeinschaft „Gütesiegel Weser-Ems“ der Schule das Gütesiegel „Startklar für den Beruf“ verliehen.

„Es tut richtig gut, einmal von unabhängigen Seiten zu hören, dass man gute Arbeit leistet“, freute sich der Leiter des Hümmlinmg-Gymnasiums, Manfred Rojahn im Haus des Sports des Kreissportbundes Emsland sichtlich über die Auszeichnung. Wichtig sei aber, dass man jetzt nicht in den Anstrengungen nachlasse. Zum Festakt der Verleihung, musikalisch ausgezeichnet gestaltet vom 30-köpfigen Orchester des „Hüm-Gym“ unter der Leitung von Beatrix Lückmann-Langen sowie den Gitarristen Marc-Joel Schmidt und Hermann Ahrens, begrüßte Günter Klene, Geschäftsführer des Kreissportbundes Emsland die Gäste und fügte an, dass „das Haus des Sports sich in bester Gesellschaft befindet, da es genau zwischen der in den Vorjahren ausgezeichneten Oberschule am Schloss und dem Hümmling-Gymnasium“ liege.

Friedhelm Forbriger, Regionalleiter Emsland „Startklar für den Beruf“, moderierte den Festakt. Dass das Emsland inzwischen zu den wachstumsstärksten Regionen Deutschlands gehöre, sei sicher auch ein Verdienst der emsländischen Schulen „mit ihren praxisorientierten und besonderen berufspraktischen Angeboten und Projekten, die wir in den letzten Jahren bei der Durchsicht und Bewertung ihrer eingereichten Dokumentationen für das Gütesiegel kennenlernen konnten“, so der Regionalleiter.

„Die Schule hat zurecht das Gütesiegel erreicht und vorher richtig Arbeit in das Projekt gesteckt“, lobte Klaus Reinhardt, Personalleiter der Krone-Gruppe und Vorsitzender der Jurykommission Emsland. Dieser brachte zu dem zum Ausdruck, dass Schulen wie das Hümmling-Gymnasium ihren Schülern mehr vermittelten als nur den reinen Lehrplanstoff. „Was nützt es dem Schüler, wenn er die Glocke von Schiller auswendig aufsagen kann, aber es nicht schafft, ein ordentliches Bewerbungsschreiben zu erstellen,“ fragte Reinhardt und dankte deshalb der Schulleitung und den Lehrern des Hüm-Gym, dass sie bereit seien, zusätzliche Aufgaben der Berufsorientierung zum originären Lehrauftrag durchzuführen. „Dafür danken Ihnen die zukünftigen Arbeitgeber aus Industrie und Wirtschaft“.

„Eine Investition in die Zukunft“ nannte Maria Borgmann, 1. Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes Emsland, in ihrem Festvortrag die Berufsorientierung des Sögeler Gymnasiums. Die Verleihung des Siegels sei keine Selbstverständlichkeit und der Weg dorthin auch nicht einfach. „Die Beteiligten seitens der Schule haben viel Arbeit, Zeit und auch Herzblut in die Entwicklung und Umsetzung eines Berufsorientierungskonzeptes investiert“, zollte die Vertreterin der emsländischen Wirtschaft der Schule Anerkennung. Aufgabe einer Schule sei es, Kinder und Jugendliche auf ein „eigenverantwortliches Leben in unserem Wirtschafts- und Gesellschaftssystem“ vorzubereiten.

Neben der Vermittlung von guter Allgemeinbildung, von sprachlichen und anderen Kompetenzen sei aber für ein eigenverantwortliches Leben auch eine besondere Unterstützung des jungen Menschen auf dem Weg zu einem zukünftigen Beruf unabdingbar. „Das, was Ihnen hier am Hümmling-Gymnasium geboten wird, ist keine Selbstverständlichkeit. Viel zu viele Gymnasien sehen die Vermittlung von Unterrichtsstoff als einzige Aufgabe an“, rief Borgmann alle Gymnasien auf, dem Hümmling-Gymnasium nachzueifern.

Glückwünsche von Oliver Pohl, Mitglied der Jurygruppe, bescherten besonders Hannelore Pieper-Fiegert, Koordinatorin der Berufsorientierung am „Hüm-Gym“ einen Moment der Dankbarkeit. „Sie haben ein starkes Bewusstsein in Ihrer Schule dafür geschaffen, was Schulen für die Berufsorientierung tun können – und noch viel mehr – was sie als Hümmling-Gymnasium eigentlich bereits alles dafür tun“.

Lob für die Schule gab es auch von Frank Botterschulte, der die Glückwünsche des Landkreises als Schulträger überbrachte. Damit die Festgäste auch einen Einblick in die Berufsorientierung bekamen, trugen die Schüler Henning Kleimann und Franziska Dörtelmann mit dem Orientierungsprojekt „Berufsinformations- und studientag“ ein exemplarisches Beispiel vor.