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Rat beschließt Neubau Kläranlage in Sögel bekommt neues Betriebsgebäude

Von Juliane Horn | 30.03.2015, 19:22 Uhr

Die Kläranlage in Sögel bekommt ein neues Betriebsgebäude. Das hat der Samtgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich beschlossen. Acht Ratsmitglieder aus der SPD/Grünen-Gruppe sowie der UWG stimmten dem Vorhaben allerdings nicht zu.

Nach Angaben des Ersten Samtgemeinderates, Hans Nowak habe das vorhandene Betriebsgebäude auf dem Gelände schon seit Längerem nicht mehr den Ansprüchen genügt. Demnach mussten etwa zusätzliche Duschcontainer für die Mitarbeiter aufgestellt werden, um einen einigermaßen geregelten Arbeitsablauf zu gewährleisten. Die Notwenigkeit zum Neubau des Betriebsgebäudes wurde deshalb bereits 2011 in den politischen Gremien der Samtgemeinde behandelt. Für den Haushaltsplan 2013 wurden schließlich 150000 Euro für den Grundstückserwerb und weitere 300000 Euro zur Realisierung des Bauvorhabens veranschlagt. Zusätzlich wurden weitere 400000 Euro im Haushalt des vergangenen Jahres bereitgestellt.

Seit November 2014 sind nach Angaben von Nowak nun die entsprechenden Aufträge für Fachingenieurleistungen vergeben und der Bauantrag beim Landkreis Emsland gestellt worden. „Die Baugenehmigung ist mittlerweile da, und ich freue mich, dass das Vorhaben jetzt realisiert wird“, teilte der Samtgemeinderat in der Sitzung mit. Sowohl für die Beschäftigten als auch für den Betrieb der Kläranlage sei der Neubau notwendig.

Ohne jeden Luxus

Die SPD/Grünen-Gruppe stimmte den Ausführungen insoweit zu, dass im Sozialbereich der Kläranlage etwas getan werden müsse, wie Anno Immenga (SPD) ausführte. Allerdings könne die Gruppe Investitionen in Höhe von 850000 Euro nicht zustimmen. Immenga bemängelt zudem, dass die Ratsmitglieder bei den Beratungen über Erweiterungsarbeiten kaum hinzugezogen worden seien. „Uns war unklar, was da eigentlich passieren soll“, sagte der Ratsherr.

Nowak stufte die Ansicht der SPD/Grünen-Gruppe als „enttäuschend“ ein. Bei dem geplanten Betriebsgebäude handele es sich schließlich um einen reinen Zweckbau, bei dem auf jeden Luxus verzichtet werden soll. „Beim Grundstückspreis hatten wir allerdings keine Wahl, da der Neubau in der Nähe der alten Anlage liegen muss.“

Das Bauvorhaben auf dem Gelände der Kläranlage soll laut Beschlussvorlage nun „schnellstmöglich“ in Angriff genommen werden.