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Das steht in der Badeordnung „Oben ohne“-Schwimmen im Freibad Sögel: Erlaubt oder nicht?

Von Christian Belling | 01.07.2022, 13:04 Uhr

Badegäste sollten zu bestimmten Zeiten „Oben ohne“ im Freibad Sögel baden dürfen. So lautete ein Vorschlag eines Ratsherrn. Dieser wurde abgelehnt. Geht damit gleichzeitig ein Verbot einher? Die Badeordnung lässt Interpretationsspielraum.

Grünen-Ratsherr Günter Bröker brachte mit seinem Antrag den Punkt auf die Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Rates der Hümmlinggemeinde. Der Vorschlag von Bröker beinhaltete eine Testphase bis zum 31. August, in der Badegäste zu bestimmten Zeiten „Oben ohne“ im Waldbad schwimmen dürfen.

Wie Bröker dem Rat mitteilte, sei er von sechs Nutzern des Bades darauf angesprochen worden, ob eine „Oben ohne“-Regelung nicht möglich sei. Auch vor dem Hintergrund der Gleichberechtigung habe er nichts dagegen, führte er weiter aus.

Badeordnung lässt Interpretationsspielraum

Gemeindedirektor Frank Klaß machte mit Blick auf die Badeordnung aber deutlich, dass es gar keinen Regelungsbedarf gebe. „Es ist nicht explizit verboten.“ In den allgemeinen Bestimmungen des Bades heißt es: „Die Badegäste haben alles zu unterlassen, was den guten Sitten sowie der Aufrechterhaltung der Sicherheit, Ruhe und Ordnung zuwider läuft.“ Eine Definition, die Platz für Interpretationsspielraum lässt.

Vor dem Hintergrund, dass kein Regelungsbedarf bestünde, lehnte der Rat den Antrag mehrheitlich ab. „Aber nicht aus moralischen Gründen“, betonte Klaß abschließend.

 

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