Ein Artikel der Redaktion

Nach 20 Jahren Werkstattleiter Wilhelm Rüster feiert Abschied in Börger

27.12.2015, 11:22 Uhr

Nach 20-jähriger Dienstzeit als Werkstattleiter der Caritas Werkstätten in Börger ist Wilhelm Rüster von seinen Kollegen und vielen geladenen Gästen feierlich verabschiedet worden. Seine Nachfolge tritt Elfriede Merkers an.

Heinz-Bernhard Mäsker, Geschäftsführer des St. Lukas Heimes in Papenburg, schilderte in einem kleinen Rückblick die erfolgreiche Arbeit Rüsters in den vergangenen 20 Jahren. Bevor er 1995 als Werkstattleiter anfing, war er in verschiedenen Betrieben unter anderem als Maschinenschlosser, Industriemeister und technischer Zeichner teilweise auch als Ausbilder tätig. „Du hast das Handwerk von der Pieke auf gelernt und dich stetig weiter entwickelt“, sagte Mäsker. „Als Werkstattleiter warst du nicht auf den Mund gefallen und warst immer für einen Scherz zu haben.“

Mäsker bedankte sich für die hohe Einsatzfreude Rüsters, seine Zielstrebigkeit sowie sein umgängliche Art mit einem kleinen Präsent, das unter anderem die Caritas-Rose enthielt. Matthias Pieper, Vorsitzender des Werkstattrates, forderte Rüster ebenso wie der Elternrat auf: „Kiek mol wer in.“

Rüster mit „Rittertugenden

Hartmut Baar, Sprecher der Werkstattleiter der regionalen Arbeitsgemeinschaft der Werkstätten (RAG:WfbM) Süd-West Niedersachsen verglich die Eigenschaften Rüsters mit den Rittertugenden, zu denen unter anderem die Standhaftigkeit zähle. „Es ist ein schönes Bild, sich Wilhelm Rüster als Ritter vorzustellen, jemanden zu haben, der in dieser Zeit standfest ist und zu seinem Wort steht.“ Pfarrer Karl-Heinz Santel bedankte sich für „die gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Es war eine schöne Zeit.“ Rüster habe mit dazu beigetragen, ein Bewusstsein und die hohe Akzeptanz vor Ort für Menschen mit Behinderung zu schaffen.

As neue Werkstattleiterin und Nachfolgerin Rüsters stellte sich Elfriede Merkers vor. Sie war bereits 2001 seit einigen Jahren im begleitenden Dienst der Werkstätten in Börger tätig, bevor sie für einige Jahre nach Österreich ging. Da der Kontakt nach Börger über die Jahre erhalten blieb, beschloss sie, sich in Börger für die Stelle der Werkstattleitung zu bewerben und erhielt diese. Sie sprach ihren Dank für das ihr entgegengebrachte Vertrauen aus und bedankte sich auch bei Rüster für die gute Zusammenarbeit während ihrer Zeit in Börger.

„Ich habe mich hier immer wohlgefühlt“

Wilhelm Rüster dankte allen Rednern für die netten Worte und Hermann Heidelberg, der für den Aufbau der Werkstätten in Börger mitverantwortlich war: „Wir hatten damals eine tolle Zeit, in der ich viel gelernt habe“, sagte Rüster.

Über seine Zeit in den Werkstätten resümierte er: „Ich habe mich hier immer wohlgefühlt, das hat mir viel Energie gegeben. Es war eine tolle Zeit, in der ich viele Menschen kennengelernt habe.“

Weiterhin sprach er seinen Dank dem Elternrat und dem Förderverein für die gute Kooperation aus sowie den Auftraggebern und Kunden „für die freundschaftliche und tolle Zusammenarbeit“ aus. Seiner Nachfolgerin Elfriede Merkers wünschte er für die Zukunft „ein sicheres Händchen für alle Entscheidungen und genauso viel Spaß an der Arbeit, wie ich ihn hatte.“