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Kommunen müssen Löcher stopfen CDU Sögel kritisiert Krankenhaus-Finanzierung des Landes

Von PM. | 30.06.2016, 12:11 Uhr

Die CDU-Fraktion Sögel hat das Hümmling Hospital Sögel besucht und sich von der Verwaltungsspitze des Hospitals die Struktur des Hauses und insbesondere dessen Finanzierung erläutern lassen. In einer Mitteilung kritisiert die Partei die Finanzierungs-Praxis der Länder.

Seit der Einführung des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (KHG) im Juni 1972 unterliegen deutsche Krankenhäuser der dualen Finanzierung. Die Investitionen in den Krankenhäusern werden durch die Länder finanziert, die laufenden Betriebskosten durch die Krankenkassen.

Nach Aussagen von Klinik-Geschäftsführer Ansgar Veer kämen die Bundesländer ihren Aufgaben zur finanziellen Sicherstellung der Krankenhäuser in dem erforderlichen Maße nicht nach. Insgesamt fehlten nach Berechnungen der DKG rund 3 Milliarden Euro jährlich. Auch im Land Niedersachsen gäbe es einen Investitionsstau. Kommunen werden immer häufiger zur Finanzierung von Investitionsmaßnahmen herangezogen.

Abrechnung mit Krankenkassen kompliziert

Die Besucher zeigen sich enttäuscht über die unzureichende Finanzierungsstruktur des Landes und dem komplizierten Abrechnungsmodus mit den Krankenkassen. „Ohne die finanzielle Unterstützung des Landkreises, Samtgemeinde, der Gemeinde Sögel und der St. Bonifatius Hospitalgesellschaft Lingen e. V. hätte das Haus keine gesicherte Zukunft gehabt“, sagte Karl Steinbild.