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Kommentar Ratssitzungen in Spahnharrenstätte: Mehr um die Sache

Meinung – Christian Belling | 15.06.2018, 18:07 Uhr

Von gegenseitigen Anschuldigungen und Vorwürfen werden in den vergangenen Monaten die Ratssitzungen in Spahnharrenstätte dominiert. Ein Kommentar.

Vergnügungssteuerpflichtig sind die Ratssitzungen in Spahnharrenstätte wahrlich nicht. Weder die Ratsmitglieder noch die immer zahlreichen Besucher dürften Freude daran haben, wenn es weniger um die Sache geht, sondern gegenseitige Anschuldigungen die Debatten dominieren.

So war es auch am Donnerstag, als der Punkt „Abriss des alten Feuerwehrhauses“ anstand. Ein Thema, zu dem Rat bereits vor den Kommunalwahlen im Herbst 2016 einen Beschluss fasste, der einen Abriss beinhaltete. Ganz neu dürfte diese inhaltliche Auseinandersetzung also keinem der Beteiligten sein. Umso mehr verwundert es, dass es bislang anscheinend keinen Austausch zwischen den Fraktionen gegeben hat und während der Sitzung eilig Konzepte verteilt werden, deren genauere Erläuterung im Anschluss ausblieb.

Anstatt sich in gegenseitigen Vorwürfen zu verzetteln, sind die Fraktionen gut beraten, sich im Sinne des Ortes zusammenzureißen und konstruktive Kommunalpolitik abzuliefern. Dann hätten auch die Besucher wieder Freude an den Sitzungen und Bürgermeister Reinhard Timpker müsste nicht wiederholt von der „Grenze des Belastbaren“ sprechen.