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Gechippte Tiere auch anmelden Gemeinde Sögel rät: Hunde sollten registriert sein

Von PM. | 27.12.2015, 10:57 Uhr

Entlaufen, verschwunden: Jedes Jahr gibt es in Deutschland viele tausend Tiere, die von ihren Besitzern nicht mehr wiedergefunden werden. So werden in der Samtgemeinde Sögel durchschnittlich etwa zehn Hunde im Jahr als Fundsache gemeldet.

Wie die Samtgemeinde mitteilt, ist es mittlerweile Pflicht in Deutschland, seinen Hund chippen zu lassen. In der Regel wird der Hunde-Chip von einem Tierarzt über eine etwas dickere Kanüle in das weiche Gewebe unter dem Nackenfell oberhalb der linken Schulter eingesetzt. Mithilfe eines entsprechenden Lesegeräts kann vom Chip eine Transpondernummer ausgelesen werden – und wenn der Hund registriert ist, dem Halter zugeordnet werden.

„Hier haben wir häufig Probleme“, berichtet Bernd Pricker vom Bauhof der Gemeinde Sögel, auf dem die Hunde unterkommen. Nicht selten komme es vor, dass der Fundhund zwar gechipt, aber vom Besitzer anschließend keine Registrierung vorgenommen wurde. Ein Chip ohne Registrierung bringe im Ernstfall beim Entlaufen des Tieres nicht viel. „Sicher kann man die Chipnummer beim Auffinden eines Hundes auslesen lassen, bei Nichtregistrierung aber nicht dem Besitzer zuordnen.“ Deshalb sei es enorm wichtig, nach dem „Chipen“ den Hund auch anzumelden. Eine Anmeldung kann erfolgen beim Deutschen Haustierregister (DHR) oder beim Verein Tasso. Dann habe der Hundebesitzer auch gute Chancen auf die Rückkehr seines Hausgenossen, so Pricker. Die Registrierung ist kostenlos und kann auch übers Internet gemacht werden.

„Sinnvoll ist eine Mikrochip-Kennzeichnung für jeden Hundehalter. Bereits innerhalb kürzester Zeit kann sich der Aktionsradius eines entlaufenen Hundes sehr weit von der Stelle ausdehnen, an der ein Hund ursprünglich entlaufen ist“, weiß Pricker, der selbst zwei Hunde in seinem Besitz hat – selbstverständlich gechipt und registriert.