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Falknertag am Schloss Clemenswerth Faszination für Greifvögel

Von Nils Thieben | 06.09.2011, 16:52 Uhr

Riesige Schwingen und spitze Schnäbel haben am Sonntag die zahlreichen Besucher des Falknertags am Jagdschloss Clemenswerth in Sögel beeindruckt. Insgesamt präsentierten sich 13 Falkner aus ganz Niedersachsen mit 15 Greifvögeln, vom ganz kleinen Rotschwanz bis hin zum majestätischen Steinadler.

Als besonders eindrucksvoll erwies sich die Flugshow. Zwei Falkner ließen ihre abgerichteten Greifvögel vor einem begeisterten Publikum frei in die Lüfte steigen und schließlich wieder zu sich zurückfliegen. „Das sind Hochleistungssportler. Ohne tägliches Training geht das nicht“, erklärte dabei Heiner Hackstedt vom Deutschen Falknerorden.

Wie gut die Tiere ausgebildet sind, wurde bei der Vorführung eines Harris Hawk von Uwe Demmer deutlich. So konnten sogar einige Besucher in die Show eingebunden werden. Der Falkner überreichte ihnen den Spezialhandschuh, sodass der große Vogel direkt auf ihrer Hand landete. Neben der Flugshow sorgte ein Rahmenprogramm für weitere Unterhaltung der Besucher. So eröffneten beispielsweise die Jagdhornbläser aus Sögel die Veranstaltung mit einer Präsentation von Jagdhornsignalen. Außerdem standen alle Falkner für Fragen rund um die Falknerei zur Verfügung.

Der Direktor des Emslandmuseums Schloss Clemenswerth, Oliver Fok, zeigte sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung: „Wir schätzen, dass wir dreimal so viele Besucher gehabt haben als im vergangenen Jahr.“ Insgesamt seien etwa 1500 Gäste zur Schlossanlage gekommen.

Die Veranstaltung mit den Greifvögeln passt laut Fok eben auch sehr gut zur Geschichte des Jagdschlosses. So sei geplant, den Falknertag neben der traditionellen Fuchsjagd als Ereignis in Clemenswerth zu etablieren. Fok: „Wir werden das auf jeden Fall weitermachen.“