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Die Hälfte zieht gleich weiter 100 weitere Flüchtlinge erreichen Sögel

Von Gerd Schade | 29.12.2015, 08:41 Uhr

In der Notunterkunft für Flüchtlinge in Sögel sind am Montag 100 weitere Menschen eingetroffen, gut die Hälfte von ihnen zog aber unmittelbar weiter.

Wie ein Sprecher des Landkreises Emsland auf Anfrage unserer Redaktion weiter mitteilte, ließen sich 49 Flüchtlinge registrieren. „Die erfassten Personen stammen vorrangig aus Afghanistan und dem Irak“, erklärte der Sprecher.

Die Sporthalle der Schule am Schloss in Sögel ist eine von zurzeit drei Notunterkünften mit insgesamt 1000 Plätzen im Emsland. Viele Flüchtlinge ziehen allerdings weiter, ohne dass sie namentlich erfasst werden . Die Kreisverwaltung vermutet, dass diese Menschen nach Skandinavien oder in deutsche Großstädte weiterreisen.

Zusätzlich zu den Notunterkünften müssen die 19 emsländischen Kommunen bis Ende März mehr als 2800 Flüchtlinge fest aufnehmen. Zurzeit leben der Kreisverwaltung zufolge nach dem Asylbewerberleistungsgesetz mehr als 3300 Zuwanderer im Emsland. Allein die Samtgemeinde Sögel erwartet im ersten Quartal 2016 weitere 150 Flüchtlinge. Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers hatte deshalb angekündigt, die Sporthalle als Flüchtlingsunterkunft vorerst beizubehalten. Nach Fertigstellung der zentralen Notunterkunft auf dem Gelände der früheren ADO-Gardinenwerke in Aschendorf sollte sie wie die Sporthallen in Lingen und Meppen ab Anfang Februar wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen.