Ein Artikel der Redaktion

Anwohner unzufrieden Weitere Arbeiten am Holzweg in Sögel erforderlich

Von Christian Belling | 30.12.2016, 17:00 Uhr

Etwas voreilig hat die Gemeinde Sögel in einer Mitteilung und auf Facebook kurz vor dem Weihnachtsfest die Sanierungs- und Ausbauarbeiten am Holzweg für abgeschlossen erklärt. Anlieger äußerten ihre Verwunderung über die Aussage und den Abzug des Bautrupps.

„Von einer Fertigstellung kann keine Rede sein“, berichtet Gerd Gerdes. Das SPD-Gemeinderatsmitglied hat noch in dieser Woche einen am Holzweg wohnenden Bekannten besucht. „Egal ob mit dem Auto und dem Fahrrad: Besucher kommen ebenso wie die Bewohner kaum zu den Häusern.“ Laut Gerdes würden tiefe Schlaglöcher bei Regen für Wasserpfützen sorgen. Auch gebe es noch gefährliche Stolperkanten an den Übergängen der neu gepflasterten Straße zu den Auffahrten sowie von der geteerten Straße „Zum Holte“ zum Holzweg. Insbesondere Rollstuhl- oder Rollatorfahrer hätten aktuell nach seinen Worten große Probleme sich fortzubewegen. Gerdes: „Auch wenn ich in dieser Woche keine Bauaktivitäten mehr gesehen habe, die Arbeiter müssen auf jeden Fall wiederkommen.“

Restarbeiten sollen Anfang Januar erledigt werden

Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte die Gemeinde, dass tatsächlich noch Restarbeiten zu erledigen seien. „Wir haben uns eine Fertigstellung bis Weihnachten erhofft, dies hat aber leider nicht ganz geklappt“, so Sprecherin Ingrid Cloppenburg. Nach ihren Worten werden die verbleibenden Arbeiten gleich Anfang Januar verrichtet. „Neben der Abräumung der Baustelle werden noch die Seitenränder angeglichen, was auch den Übergang der beiden Straßen beinhaltet.“ Doch auch wenn die Maßnahme noch nicht zu hundert Prozent erledigt sei, zeigte sie sich etwas verwundert über das Verhalten mancher Anlieger. „In einem so guten Zustand wie jetzt war der Holzweg seit 30 Jahren nicht mehr.“ Dies bestätigt auch Gerdes. „Besser geworden ist es, aber es besteht noch Handlungsbedarf.“

Der Baumaßnahme war ein Antrag von Bewohnern vorausgegangen, den Straßenzustand zu verbessern. In einer gemeinsamen Versammlung entschieden sich die Anlieger mehrheitlich für einen Neubau der Erschließungsstraße. Getragen werden die mit etwa 80.000 Euro veranschlagten Kosten zu 75 Prozent von den Anliegern, das verbleibende Viertel trägt die Gemeinde. Erneuert wurden der Straßenunter-und -oberbau, die Regenwasserkanalisation sowie die Straßenbeleuchtung.