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Angrenzend „Großer Sand II“ Börger weist weitere 1,6 Hektar Bauland aus

Von Christian Belling | 23.10.2017, 15:09 Uhr

Noch ist im neuen Baugebiet „Großer Sand II“ in Börger kein Stein gesetzt, denkt die Gemeinde schon an eine Erweiterung der Fläche und weist weitere 1,6 Hektar Bauland aus. Dies sorgte auf der jüngsten Ratssitzung für Irritationen.

Wie Gemeindedirektor Johannes Müller unter dem Tagesordnungspunkt „Bericht der Verwaltung“ mitteilte, hat der Verwaltungsausschuss den Aufstellungsbeschluss für das 1,6 Hektar große Baugebiet „Großer Sand III“ an der Breddenberger Straße bereits gefasst. Über Zuschnitte und Grundstücksgrößen sei gleichwohl noch nicht entschieden worden. „Die Detailplanung kommt erst im nächsten Schritt“, so Müller.

Keine alternativen Flächen

Bürgermeister Jürgen Ermes (SPD) machte deutlich, dass die Gemeinde kaum alternative Flächen für Baugebiete zur Verfügung habe. „Wir haben nicht viele andere Möglichkeiten, an anderer Stelle Baugebiete zu erschließen.“ Im Neubaugebiet „Großer Sand II“ sind nach seinen Worten bereits zweidrittel der Grundstücke bereits vergeben. Ermes: „Wir haben also durchaus Druck, uns um weiteres Bauland zu bemühen.“ Das Gebiet „Großer Sand II“ beinhaltet 34 Grundstücke. Die kleinsten Baugrundstücke umfassen 770, die größten mehr als 1000 Quadratmeter. Der Quadratmeterpreis liegt bei 30 Euro.

„Es war immer Plan der Gemeinde, dort zu erweitern“

Häuslebauer, die sich dort Bauland gesichert haben, zeigten sich während der Ratssitzung irritiert über die Erweiterung. „Wir sind erstaunt darüber, weil uns gegenüber gesagt wurde, dass dort erst mal nichts kommen wird“, hieß es während der Einwohnerfragestunde. Zudem wurde die Frage gestellt, warum ein neues Baugebiet ausgewiesen werde, wenn im angrenzenden noch Grundstücke frei sind. Gemeindedirektor Müller widersprach den Ausführungen. „Woher die Gerüchte kommen, dass wir an dieser Stelle nicht weiteres Bauland zur Verfügung stellen wollen, ist mir schleierhaft. Es war immer Plan der Gemeinde, dort zu erweitern. Das wurde auch so kommuniziert.“

Probleme mit der Stromversorgung

Kritik äußerten die angehenden Häuslebauer im „Großen Sand II“ auch daran, dass sie noch immer nicht anfangen können zu bauen. Die Pläne der Verwaltung sahen Anfang des Jahres vor, dass im Baugebiet im Sommer losgelegt werden kann. Aktuell hakt es Müller zufolge noch an der Stromversorgung. „Diese liegt leider nicht in unserer Hand. Wir sind im intensiven Austausch mit den Anbietern und hoffen, dass die Baustromanschlüssse zeitnah kommen.“

Standort des Regenrückhaltebeckens in der Kritik

Angesprochen wurde zudem der Standort des Regenrückhaltebeckens, das sich im Baugebiet gegenüber des neuen Mehrgenerationenspielplatzes befindet. Wiederholt äußerten die Anlieger während der Sitzung ihre Bedenken und fragten nach alternativen Standorten. Müller zufolge sind diese rar gesät. „Ich sehe keine anderen Möglichkeiten, da dort der tiefste Punkt des Baugebietes ist.“ Er stellte aber in Aussicht, das Regenrückhaltebecken zeitnah einzäunen zu lassen.