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Am Haus der Familie Meiners Sögel weiht das zweite Mauergedicht ein

20.07.2014, 22:17 Uhr

Ein Gedicht aus dem Ende des 12. Jahrhunderts, entnommen aus einem lateinischen Liebesbrief, schmückt jetzt die Außenfassade des Wohnhauses der Familie Meiners an der Sigiltrastraße in

„Du bist mein, ich bin Dein, dessen sollst Du gewiss sein…“, so die Anfangsworte in dem von einer Frau verfassten Brief. Martin van Boven, Fachbereichsleiter der Maler bei A+W Weiterbildung Sögel, hat dieses Gedicht wirkungsvoll in diesen Tagen an der Mauer angebracht. Unterstützt wurde er dabei von Schülern seines Fachbereiches, so die Leiterin der Einrichtung Mechthild Hinrichs, die diese Maßnahme als besonderen Baustein in der Ausbildung ihrer Schüler sieht und für A + W Weiterbildung eine gute Werbung darstelle.

Dieses Gedicht ist das zweite Gedicht in der Reihe der Sögeler Mauergedichte. Ein erstes wurde bereits im Mai in der Bergstraße bei der Familie Bangert angebracht. „Weitere sollen folgen“, gab Ingrid Cloppenburg, Projektbetreuerin seitens der Gemeinde Sögel und zugleich Mitglied des Arbeitskreises „Lyrik“, der sich für die Auswahl der Mauergedichte verantwortlich zeichnet, bekannt. Die Familie Meiners dankte den Mitwirkenden für den neuen „Hausschmuck“. „Wir geben unsere Wand gerne dafür her. Schon in den letzten beiden Tagen haben wir bemerkt, wie viel Freude die Zuschauer daran haben.“ Auch sie lobten die gelungene Gestaltung des Gedichtes durch van Boven.

Bürgermeisterin Irmgard Welling (CDU) zeigte sich erfreut über das neue Gedicht in Sögel. „Ich war sehr gespannt und bin jetzt noch mehr beeindruckt, wie gut sich das Gedicht an dieser Hauswand macht.“ Sie betonte, dass sie das Projekt „Mauergedichte“ gerne unterstützt, da es insbesondere auch zur seelischen Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger beitragen würde. „Wenn sich die Leute Zeit nehmen und die Gedichte auf sich wirken lassen, bestenfalls dabei etwas zur Ruhe kommen, ist die Aufgabe des Gedichtes schon erreicht.“ Die Initialzündung zu diesem Projekt hatte Christiane Bangert aus Sögel gegeben, die diese Idee aus Leiden, Niederlande, mitgebrachte.