Zuschüsse für Umbau Lokale Aktionsgruppen fördern „Jugendkloster Ahmsen“

Aus dem jetzigen Exerzitienhaus in Ahmsen soll ein neues Bildungs- und Begegnungshaus entstehen. Archivfoto: Gerd SchadeAus dem jetzigen Exerzitienhaus in Ahmsen soll ein neues Bildungs- und Begegnungshaus entstehen. Archivfoto: Gerd Schade

Sögel. Die Lokalen Aktionsgruppen (LAG) Hümmling und Hasetal bezuschussen das Vorhaben der Sögeler Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth, die aus dem Exerzitienhaus Ahmsen ein neues Bildungs- und Begegnungshaus machen möchte.

Wie der Hümmlinger LAG-Regionalmanager Ralph Deitermann auf der jüngsten Sitzung mitteilte, biete sich eine Kooperation an, „da das Projekt direkt vor unserer Haustür stattfindet“. Unter dem Namen „Jugendkloster Ahmsen“ möchte der Marstall Clemenswerth ab 2019 an dem Standort deutlich mehr Gäste anlocken als bisher.

Gästezahlen vervierfachen

Die Gästezahlen sollen sich von derzeit knapp 3500 pro Jahr innerhalb der ersten drei bis fünf Jahre nach der Übernahme des ehemaligen Marienklosters vervierfachen. Ziel für eine bessere Wirtschaftlichkeit als bisher ist demnach eine deutlich bessere Belegung. Dafür wird das Exerzitienhaus voraussichtlich ab November 2018 umgebaut und renoviert und für sechs Wochen geschlossen. Schwerpunkte des Jugendklosters sollen nach Angaben des Marstall-Leiters Christian Thien Wochenenden für Firmlinge und Gruppenleiter, Schulgemeinschaftstage, Seminare zur persönlichen Orientierung, Fortbildungen sowie Musik- und Kreativworkshops sein.

Neuer Tagungsraum und größere Küche

Um die gesetzten Ziele zu erreichen, muss das jetzige Exerzitienhaus teils renoviert und den Anforderungen angepasst werden. Unter anderem soll die Bettenzahl von derzeit 44 auf 75 Betten erhöht werden, um eine Zweizügigkeit zu ermöglichen. Zudem sollen am Nebengebäude ein Tagungsraum angebaut und die Küche vergrößert werden.

Die Gesamtkosten belaufen sich laut Deitermann auf rund 215.000 Euro. Mit gut 95.000 Euro trägt davon das Bistum Osnabrück den größten Anteil. Der Landkreis Emsland fördert das Projekt mit 40.000 Euro. Die LAG-Gruppe Hasetal steuert 60.000 Euro bei. Die Kollegen der Hümmlinger Gruppe votierten auf der Sitzung einstimmig für eine Bezuschussung in Höhe von 20.000 Euro.

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