Keine Anlage vorgesehen Belüftung in neuer Sporthalle in Börger sorgt für Ärger

Meine Nachrichten

Um das Thema Sögel Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Weitestgehend abgeschlossen ist der Bau der neuen Sporthalle in Börger. Foto: Christian BellingWeitestgehend abgeschlossen ist der Bau der neuen Sporthalle in Börger. Foto: Christian Belling

Börger. Obwohl der Bau der neuen Sporthalle in Börger noch gar nicht abgeschlossen ist, gibt es im Rat der Hümmlinggemeinde bereits Reibereien um die Ausführung. Dabei steht die Belüftung der Halle im Fokus.

Unter dem Punkt „Anfragen an die Verwaltung“ äußerte sich während der jüngsten Ratssitzung der CDU-Fraktionsvorsitzende Ansgar Kossen recht kryptisch und fragte an, „ob es beim Hallenbau Probleme gibt, die dem Rat nicht bekannt sind“. Gemeindedirektor Johannes Müller gab an, dass „nichts Gravierendes vorliegt.“ Lediglich einige kleinere Gewerke seien etwas in Verzug. An Kossen richtete er die Frage, was er denn genau meine. Dieser gab daraufhin keine konkrete Auskunft, was seinen Parteikollegen Hermann Grote auf den Plan rief, der den Part übernahm.

Feuchtigkeit im Bau

„Gibt es bereits Feuchtigkeit im Bau und musste die Dämmung deswegen schon ausgetauscht werden?“, fragte der CDU-Ratsherr konkret. Müller bestätigte dies, gab aber an, dass es während eines Neubaus nicht ungewöhnlich sei. Auch die Inbetriebnahme eines Bautrockners kommt dem Gemeindedirektor zufolge in vielen Neubauvorhaben vor. Zudem teilte Müller mit, dass die Belüftung der Halle über die Fenster erfolgen soll. Eine Belüftungsanlage sehen die Planungen nicht vor.

„Kennen Probleme aus alter Halle“

Grote stellten die Ausführungen nicht zufrieden. „Wir kennen die Probleme mit der Belüftung von der alten Halle. Wer soll denn die Fenster öffnen? Der Hausmeister? Wir bauen eine neue Halle, wiederholen aber die alten Fehler.“ Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Hermann Rolfes machte deutlich, dass die Bauweise vom alten Rat einstimmig verabschiedet wurde. „Also auch mit den Stimmen der CDU.“ Wie er weiter ausführte, wollte die Gemeinde einen möglichst kostengünstigen Neubau, der „den Haushalt nicht zu sehr belastet.“

Pläne korrigieren

Grote widersprach den Worten des Sozialdemokraten nicht, gab aber zu verstehen, dass „für eine Korrektur der Pläne nicht zu spät ist. Noch geht es.“ Bürgermeister Jürgen Ermes (SPD) wollte dies nicht bestätigen. Er kündigte aber an, dass Gespräch mit dem Architekturbüro zu suchen. Ob der Neubau wie ursprünglich vorgesehen, zum Ende des Jahres abgeschlossen werden kann, steht Müller zufolge nicht fest. „Genau festlegen können wir uns derzeit nicht.“

Die neue Halle wird direkt neben der bisherigen errichtet und mit knapp 1000 Quadratmetern etwa doppelt so groß wie die alte sein. Die Kosten für den Neubau werden sich auf rund 1,53 Millionen Euro belaufen. Die Samtgemeinde (SG) Sögel fördert die Maßnahme mit knapp 425.000 Euro. Die verbleibenden 1,1 Millionen Euro muss die Gemeinde Börger selber aufbringen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN