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Erste Erkenntnisse zur Brandursache Reiterhof in Stavern brennt bis auf die Grundmauern nieder

Von Daniel Gonzalez-Tepper und Harry de Winter


dgt/hdw Klein Stavern. An der Dorfstraße in Klein Stavern in der Samtgemeinde Sögel ist am Freitagvormittag ein Wirtschaftsgebäude mit anliegendem Wohnhaus in Brand geraten. Auf dem Anwesen wird ein Reiterhof betrieben. Zehn Kinder und zwei Betreuer, die dort gerade eine Ferienfreizeit verbracht haben, wurden vom DRK betreut. Es gibt erste Erkenntnisse zur Ursache des Feuers.

Der Alarm war gegen 10 Uhr eingegangen, einige Minuten später waren die Feuerwehren Berßen und Sögel mit acht Fahrzeugen und 40 Kräften vor Ort. Die Löscharbeiten gestalten sich nach Angaben eines Sprechers zunächst schwierig, weil die Wasserversorgung in der Nähe des Brandortes nicht ausreichend ist. Deshalb wurde ein Pendelverkehr eingerichtet. Die Brandursache ist derzeit unbekannt.

Menschenleben waren nicht in Gefahr, so der Sprecher. Alle Personen konnten sich rechtzeitig ins Freie retten. Nach Angaben eines Polizeisprechers hatten sich zehn Kinder und zwei Betreuer für eine Ferienfreizeit auf dem Reiterhof befunden, sie standen enorm und Stress, teils unter Schock und wurden von der Schnellen Eingreiftruppe (SEG) des Deutschen Roten Kreuz (DRK) betreut. Die Polizei kontaktierte die Eltern der Kinder und teilte ihnen mit, dass sie ihre Kinder abholen sollten. „Den engagierten Einsatzkräften gelang es dann auch weitestgehend, die Mädchen zu beruhigen und hervorragend zu versorgen“, lobten die Beamten die Zusammenarbeit.

Feuerwehr erhöhte Alarmstufe

Die Flammen breiteten sich nach Angaben der Polizei sehr schnell aus und griffen auf das komplette Haus mit den Ferienunterkünften über. Gegen 11 Uhr wurde deshalb durch die Feuerwehr die Alarmstufe erhöht, um weitere Einsatzkräfte zum Brandort zu rufen. Daraufhin setzten sich Kräfte der Bundeswehr (WTD 91) und der Feuerwehr Meppen in Gang, die inzwischen jeweils mit einem Großtank-Löschfahrzeug und Feuerwehrleuten in Klein Stavern eingetroffen sind. Danach konnte das Gebäude von allen Seiten gelöscht werden. Der Giebel des Wirtschaftsgebäudes stürzte ein, verletzt wurde dadurch niemand.

Verpuffung an Heizgerät als Ursache?

Gegen 11.45 Uhr hatte die Feuerwehr den Großbrand weitgehend unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten zogen sich dem Sprecher zufolge noch bis in den späten Nachmittag hinein. Der Hof wurde bei dem Brand komplett zerstört. Die Sachschadenshöhe wird auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hat eine Verpuffung an einem Gasofen das Feuer ausgelöst. Das Gerät stand in einem Aufenthaltsraum einer Reiterferiengruppe auf dem Hof. Die Mädchen und ihre Betreuerin waren gerade dabei zu Frühstücken und den weiteren Tagesablauf zu besprechen, so die Polizei. Nach der Verpuffung gelang es allen Kindern und der Betreuerin schnell und unverletzt aus dem Gebäude zu gelangen.

Am Nachmittag wird eine Drohne über den Brandort hinwegfliegen und Bilder machen, um weitere Details zur Brandursache und -ausbreitung zu klären. Tiere befanden sich nicht in dem Gebäude.

Reiterferienkurse in Stavern sehr beliebt

Zum Ferien- und Reiterhof Stavern gehören nach Angaben der Betreiberfamilie auf der Internetseite des Betriebs vier Ferienwohnungen und ein Blockhaus, die als Unterkunft für unsere Feriengäste dienen. Außerdem gibt es einen Reitplatz, eine Reithalle und einen Paddok mit Offenstall. Für heiße Sommertage steht ein kleiner Pool zur Verfügung. Die Reiterferienkurse bis Ende Oktober waren ausgebucht.


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