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02.10.2017, 17:34 Uhr KOMMENTAR

Zum neuen Wirtschaftswegeverband in Börger: Kein guter Start

Kommentar von Christian Belling

In Börger soll die Gründung eines Wirtschaftswegeverbandes vorangetrieben werden. Symbolfoto: Jens Büttner/dpaIn Börger soll die Gründung eines Wirtschaftswegeverbandes vorangetrieben werden. Symbolfoto: Jens Büttner/dpa

Börger. Eigentlich sind sich alle einig. Und doch gibt es bereits vor der Gründung eines Wirtschaftswegeverbandes in Börger Unstimmigkeiten. Ein Kommentar.

Das nennt man mal einen – gelinde gesagt – holprigen Auftakt. Da sind sich in Börger eigentlich alle Seiten darüber einig, dass ein Wirtschaftswegeverband kommen soll, doch schon bei der Besetzung einer Arbeitsgruppe, die eine Gründung vorbereiten soll, herrscht im Rat Uneinigkeit, die sogar in Aussagen wie „lächerlich“ und „Irrsinn“ gipfelt.

Kein guter Start also für ein Projekt, das diesen mehr als verdient gehabt hätte. Ende vergangenen Jahres hatten der landwirtschaftliche Ortsverein und die Wegebaukasse einen Antrag auf Verbandsgründung gestellt. Deutlich wurde dabei, dass sich die Landwirte an der Unterhaltung der Straßen und Wege im Außenbereich beteiligen wollen. Für die Gemeinde, die dort rund 100 Kilometer davon hat, ein Segen.

Über die Kostenverteilung in zwei Beitragskassen herrscht bereits Klarheit. Die Einzahlungen der Gemeinde in die erste Kasse sollen genauso hoch sein wie die der Grundstückseigentümer in Kasse zwei.

Von daher ist schon einiges auf den Weg gebracht. Umso unverständlicher ist jetzt der im Rat offen zur Schau getragene und mit Schärfe geführte Streit über die Besetzung der Arbeitsgruppe. Dass Bürgermeister Jürgen Ermes sich davon irritiert zeigt, ist verständlich.

Eines ist klar: So weitergehen darf es nicht. Denn bis zur tatsächlichen Gründung werden noch viele Fragen zu beantworten sein.


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