Ortskernsanierung Sögel Ende August Start für nächsten Bauabschnitt

Von Klaus Dieckmann

<em>Bauarbeiten in der Clemens-August-Straße</em> in Sögel: Ende August soll die Neugestaltung des 350 Meter langen Teilstücks bis zur Einmündung der Sigiltrastraße anlaufen. Foto: Klaus DieckmannBauarbeiten in der Clemens-August-Straße in Sögel: Ende August soll die Neugestaltung des 350 Meter langen Teilstücks bis zur Einmündung der Sigiltrastraße anlaufen. Foto: Klaus Dieckmann

Sögel. Der nächste Gestaltungsschritt in der Sögeler Ortsmitte folgt: Bis Anfang November soll das Teilstück der Clemens-August-Straße zwischen dem Amtsbrunnen und der Einmündung der Sigiltrastraße ein neues Gesicht erhalten. Diesen Zeitrahmen steckte die Gemeinde bei einer Anlieger- und Bürgerversammlung zur Ortskernsanierung ab.

Der Straßenzug werde Alleecharakter erhalten, zeigte Landschaftsarchitekt Matthias Kolhoff auf. Der Planer schlug vor, als Hochstämme 23 Stadtbirnen zu setzen. Diese erreichten eine Höhe bis zu zwölf Metern und uferten nicht zu sehr in die Breite aus. Gepflanzt werden sollen Bäume, die bereits gut vier Meter groß sind. Der bisherige Bestand an 14 Gehölzen werde weichen müssen.

Mit der Neugestaltung des 350 Meter langen Teilstücks der Clemens-August-Straße erfolge auch ein weiterer Schritt in Richtung Barrierefreiheit in der Sögeler Ortsmitte, lenkte Architekt Stefan Knipper den Blick auf den Straßenkörper. Die asphaltierte Fahrbahn werde um einen Meter auf 5,50 Meter Breite verengt. Die Randbereiche zur Bebauung mit einer Tiefe von gut vier Metern würden gepflastert. In Pflasterausführung gehalten werde indes auch ein Zebrastreifen in der Mitte des Bauabschnitts. Und entlang der Baumreihe zögen sich Einstellbuchten für Pkw.

Schnell geklärt wurde derweil die Frage eines Bürgers, inwieweit die anliegenden Grundstücksbesitzer bei dem Projekt zur Kasse gebeten würden. „Auf die Anlieger kommen keine Kosten zu“, versicherte Bürgermeisterin Irmgard Welling. Das Vorhaben ziele im Wesentlichen auf die Gestaltung des öffentlichen Aufenthaltsraums ab. Erklärte Linie im Rat sei es, für die Sanierung kommunaler Bereiche keine Anliegerbeiträge zu erheben. Das bekräftige gleichfalls Gemeindedirektor Günter Wigbers.

Gegenüber unserer Zeitung hatten Bürger im Vorfeld der Versammlung Befürchtungen in Richtung der Erhebung von Anliegerbeiträgen geäußert. Und bei der Zusammenkunft kursierten Kopien aus dem Amtsblatt des Landkreises mit dem Text der Ergänzungssatzung zur Erhebung von Straßenausbaubeiträgen, die der Rat im Frühjahr einstimmig verabschiedet hatte. Nach den Ausführungen von Welling und Wigbers kam bis auf den einen Einwurf keine weitere Frage mehr zu eventuellen Anliegerbeiträgen auf.

Für die seit Mitte des Jahres 2011 laufende Ortskernsanierung hat die Gemeinde einen Kostenrahmen in Höhe von 3,9 Millionen Euro abgesteckt. Ausgegeben hat die Kommune davon bereits 950000 Euro für den Bau des Kreisverkehrs und die Neugestaltung vor dem alten Rathaus, 160000 Euro für Maßnahmen beim ehemaligen Busbahnhof am Marktplatz sowie 650000 Euro für Projekte rund um den Amtsbrunnen.

Das Ende des Monats anlaufende Vorhaben in der Clemens-August-Straße ist mit 600000 Euro kalkuliert. Zusätzlich will die Gemeinde 100000 Euro für Anpflanzungen in den bisherigen Bauabschnitten aufwenden.