Verein feiert 150-jähriges Bestehen Johannes Eilers ist erster Schützenkaiser in Werpeloh

Von Hermann-Josef Döbber

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Kaiser bei „Kaiserwetter“: Johannes Eilers (links) geht als erster Schützenkaiser in die Geschichte des Schützenvereins Werpeloh ein. Vorsitzender und Oberst Ludger Lammers zeichnete ihn mit dem Kaiserorden aus. Foto: DöbberKaiser bei „Kaiserwetter“: Johannes Eilers (links) geht als erster Schützenkaiser in die Geschichte des Schützenvereins Werpeloh ein. Vorsitzender und Oberst Ludger Lammers zeichnete ihn mit dem Kaiserorden aus. Foto: Döbber

Werpeloh. Johannes Eilers ist der erste Kaiser in der Geschichte des Schützenvereins Werpeloh, der am kommenden Sonntag und Montag sein 150-jähriges Bestehen feiert.

Eilers ist für die nächsten 25 Jahre im Amt und hat keine Verpflichtungen. Er schoss am Samstag um 21.53 Uhr mit der Armbrust mit einem Pfeil einen hölzernen Adler aus einer Entfernung von 18 Metern von der hohen Stange. Die Entscheidung fiel erst nach mehreren Durchgängen mit dem 264. Schuss. Startberechtigt waren alle noch lebenden 42 Könige des Dorfes. Zusammen mit dem König von 1976/77, der damals mit Maria Schmitz die Werpeloher Schützenfamilie regierte, beteiligten sich 36 Majestäten an dem Wettbewerb. Sie nutzten die Möglichkeit, ihre beim Königschuss mit Luftgewehren bewiesene Treffsicherheit jetzt mit der bogenähnlichen Fernwaffe unter Beweis zu stellen.

Entgegen den üblichen Gepflogenheiten fand die Veranstaltung nicht auf dem Schützenplatz, sondern auf dem Sportgelände des SV DJK Werpeloh statt. Sie war in die traditionellen Pfingstturniere eingebettet. Zur Unterhaltung spielte der Musikverein Werpeloh unter der Leitung von Astrid Düthmann, die zeitweise bei „Kaiserwetter“ und bester Stimmung sowohl Jubiläumskönig Martin Schmitz als auch Schützenkaiser Eilers den Taktstock überließ.

Mit dem Ablauf der Veranstaltung als Einstimmung auf das Jubiläum gab sich Vorsitzender und Oberst Ludger Lammers zufrieden. Allerdings zeigte er sich überrascht, dass das Kaiserschießen so lange andauerte. Erst nach fast sechs Stunden stand mit Eilers der Kaiser fest. Zehn Minuten vor der Entscheidung war wegen der einbrechenden Dunkelheit die Flutlichtanlage des Sportgeländes eingeschaltet worden.

Den Adler hatten die Werpeloher vom Schützenverein Wieste ausgeliehen. Hier wird, was außergewöhnlich für die Region ist, der König alljährlich mit der Armbrust ausgeschossen. „Über den heutigen Tag werden wir in Werpeloh noch lange sprechen“, war Carsten Francke, Ex-König und Vorsitzender des DJK-Sportvereins, überzeugt. „Es war für uns alle etwas völlig Neues.“

Die Jubiläumsveranstaltungen werden am Donnerstag um 17 Uhr mit dem Kinderkönigsschießen fortgesetzt. Am Sonntag mit dem großen Festumzug mit angemeldet 1000 Teilnehmern und Montag wird dann das eigentliche 150-jährige Bestehen gefeiert. Geht es nach den Verantwortlichen, soll dann das ganze knapp 1000 Einwohner zählende Dorf Kopf stehen – in Grün-weiß.


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