Freundeskreis Großprivatwald Abetz-Preise in Sögel an Forstwissenschaftler verliehen

Abetz-Preise verlieh die Jury des „Freundeskreis Großprivatwald“ in Sögel. Das Bild zeigt (von links) Prof. Bernhard Möhring, Prof. Dr. Hermann Spellmann, Dr. Jens Borchers, Prof. Thomas Knoke,  Dr. Fabian Härtl und Johannes Röhl. Foto: Freundeskreis GroßprivatwaldAbetz-Preise verlieh die Jury des „Freundeskreis Großprivatwald“ in Sögel. Das Bild zeigt (von links) Prof. Bernhard Möhring, Prof. Dr. Hermann Spellmann, Dr. Jens Borchers, Prof. Thomas Knoke, Dr. Fabian Härtl und Johannes Röhl. Foto: Freundeskreis Großprivatwald

Sögel. Der „Freundeskreis Großprivatwald“, zu dem auch die Arenberg Meppen GmbH zählt, hat in Sögel erstmals wieder den „Abetz-Preis“ verliehen. Der mit 6.000 Euro dotierte Hauptpreis ging an Prof. Dr. Hermann Spellmann, Leiter der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt. Das teilte der Freundeskreis mit.

Der „Abetz-Preis“ tritt die Nachfolge des seit 1972 durch das Institut für Forstbenutzung und forstliche Arbeitswissenschaft der Albrecht-Ludwig-Universität in Freiburg im Breisgau verliehenen „Karl-Abetz-Preises“ an. Mit dem Karl-Abetz-Preis wurden hervorragende Beiträge zur Förderung der Wirtschaftlichkeit in Forstbetrieben ausgezeichnet. Der Preis wurde nach dem Freiburger Forstökonomen Karl Abetz (1896 – 1964) benannt und seit 1972 durch den Fürsten zu Waldburg-Wolfegg und Waldsee gestiftet. Die letzte Vergabe war im Jahr 2011.

Honorierung forstbetriebswirtschaftlicher Leistungen

Laut der Pressemitteilung, entschloss sich „Freundeskreis Großprivatwald“ auf Initiative von Johannes Fürst zu Waldburg-Wolfegg und Waldsee dazu, die Verleihung des Preises und die Stiftung der Preisgelder zu übernehmen. Die Gruppe von 17 Betriebsinhabern hält es nach eigenem Bekunden für „sinnvoll und notwendig, forstbetriebswirtschaftliche Leistungen zu honorieren, die derzeit vor dem Hintergrund einer sehr naturschutzlastigen Forstpolitik eher in den Hintergrund geraten“.

Die Jury begründete die Vergabe des Hauptpreises an den Wissenschaftler Spellmann mit dessen jahrzehntelangem erfolgreichen Einsatz „für den Erhalt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit forstlicher Betriebe durch die Verwendung geeigneter Baumarten und Waldbaumethoden in Wissenschaft und Praxis“.

Abetz-Förderpreis für Dr. Fabian Härtl

Den mit 2000 Euro dotierten Abetz-Förderpreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs erhielt Dr. Fabian Härtl. Aus Sicht der Jury hat Härtl von Beginn seiner wissenschaftlichen Karriere an methodisch und inhaltlich Wege beschritten, die der Erhaltung und Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Forstbetrieben dienen und zukunftsweisend sind. „Dabei erhält er die Balance zwischen Kritik am einseitig betriebswirtschaftlich ausgerichteten Handeln und der Betonung der Notwendigkeit von wirtschaftlichem Erfolg im Forstbetrieb“.

Härtl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet für Waldinventur und nachhaltige Nutzung der Technischen Universität (TU) München und seit September 2015 Lehrbeauftragter der TU für das Fach Forstplanung.