Statt Wohnbebauung SPD Sögel setzt auf Neubau der Grundschule beim Schloss

Der SPD-Ortsverein Sögel hält die aktuelle Planung zur Ausweisung des Baugebietes „Nördlich Schlosspark“ für nicht abschließend durchdacht. Foto: Archiv/Nina BrinkmannDer SPD-Ortsverein Sögel hält die aktuelle Planung zur Ausweisung des Baugebietes „Nördlich Schlosspark“ für nicht abschließend durchdacht. Foto: Archiv/Nina Brinkmann

Sögel. Der SPD-Ortsverein Sögel hält die aktuelle Planung zur Ausweisung des Baugebietes „Nördlich Schlosspark“ für „nicht abschließend durchdacht“. Die Sozialdemokraten schlagen in einer Pressemitteilung vor, statt eines großen Wohngebietes hier die Bernhardschule neu zu errichten.

Der SPD-Ortsverein lehnt eine Wohnbebauung in Form der aktuellen Planung ab. Er befürchtet, dass das Ferienhausgebiet aus seiner bisherigen Alleinlage in eine Siedlungslage geraten würde. „Die optimale Nutzung der Häuser durch Urlauber würde mangels ausreichendem Abstand zukünftig erschwert, wenn nicht sogar unmöglich gemacht“, heißt es in der Mitteilung der SPD. Vor allem aber stört den Ortsverein die Tatsache, dass das Baugebiet Sögel der einzigen Möglichkeit berauben würde, das Schul- und Sportzentrum zu entwickeln.

Verlegung der Grundschule

Die SPD setzt vielmehr gerade auf dieses Pferd: „Eine Verlegung der Grundschule in diesen naturnahen Bereich wäre ein interessantes Denkmodell.“ Dazu verweisen die Sozialdemokraten auf den „bekanntermaßen hochgradig maroden“ Zustand der Schulgebäude. „Eine sehr kostspielige Sanierung oder ein Neubau ist unausweichlich“, heißt es in der Pressemitteilung. Zwar würde der Schulweg für manche Schüler etwas länger, viele Vorteile des Standortes in der Nähe zu den weiterführenden Schulen, den Sportstätten, dem Schloss, dem Raddesee und dem Wald seien aber augenscheinlich. Zudem ließe sich so „die bekanntermaßen sehr prekäre Verkehrssituation am aktuellen Standort lösen“. Dabei könnte dann nach Auffassung der SPD die Vermarktung der frei werdenden Flächen im Ortskern bereits einen Teil der Kosten des Schulbaus decken.

Ein auf maximal 20 Häuser beschränktes Baugebiet möglich

Auch auf Wohnbau müsse man laut der Sögeler SPD an der Stelle nicht verzichten: „Ein auf maximal 20 Häuser beschränktes Baugebiet, zusätzlich zum Schulgebäude und so eine ausreichende Distanz zum Ferienhausgebiet, bietet eine geradezu optimale Flächennutzung für das Gebiet.“


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