Rat verabschiedet Haushalt Spahnharrenstätte will neue Bauplätze schaffen


Spahnharrenstätte. Der Spahnharrenstätter Gemeinderat treibt die Planungen für ein neues Baugebiet hinter dem Sportplatz voran. Einstimmig votierten die Ratsmitglieder für die Verabschiedung des diesjährigen Haushaltes, der auch Planungskosten für die Entwicklung der Bauflächen beinhaltet.

Bürgermeister Reinhard Timpker (CDU) dämpfte während der Versammlung am Donnerstagabend allerdings die Erwartungen der UWG-Fraktion auf einen schnellen Abschluss der Planungen. „2017 wird dort keiner anfangen können zu bauen.“ Dafür nehme allein die Bauleitplanung zuviel Zeit in Anspruch. „Wenn wir Pech haben, dauert es zwei Jahre“, so Timpker. Für UWG-Mitglied Bern Oldopp nicht nachvollziehbar. „Seit mehr als zwei Jahren fordern wir neue Bauplätze.“ Ihm ist der Ansatz im Haushalt für den Ankauf von Flächen zu gering. „Wir müssen jetzt, wie bereits in der vorherigen Ratssitzung beschlossen, zügig die Verträge ausarbeiten und die Erschließung vorantreiben“, so Oldopp.

Straßen sollen saniert werden

Das 130-seitige Haushaltswerk sieht Investitionen in Höhe von 526.000 Euro vor. Außer der Schaffung von Bau- und Gewerbeflächen liegen die Schwerpunkte im Breitbandausbau sowie der Straßenausbesserung. Timpker: „Die Sanierung der Hauptstraße wird 2018 durch den Landkreis in Angriff genommen. Uns wird das auch ein bisschen Geld kosten. Es ist aber zwingend notwendig.“ Zudem werde gemeinsam mit der Stadt Werlte die Sanierung der Ostenwalder Straße vorangetrieben. Zeitnah ausgeführt werden nach Worten des Bürgermeisters die Ausbesserungen an der Ringstraße, am Höger Weg sowie am Kirchweg. An den Kosten werden sich die Anwohner mit 30 Prozent beteiligen.

Generell regte Timpker an, ein Gesamtkonzept hinsichtlich der Straßensanierungen zu erstellen. „Das ist sinnvoller als immer wieder mit Einzelmaßnahmen vorstellig zu werden.“

Schuldenstand pro Kopf steigt

Vorangetrieben werden soll nach Worten des Bürgermeisters auch die Brinksanierung. „Das kann ein Schmuckstück für die Gemeinde werden.“ Timpker beziffert die Kosten auf 22.000 Euro. Von der Naturschutzstiftung liege eine Förderzusage in Höhe von 11.000 Euro vor.

Obwohl der diesjährige Haushalt keine Neuverschuldung vorsieht, steigt der Schuldenstand pro Kopf in Spahnharrenstätte von 68 auf 386 Euro. Das liegt an einer Kreditaufnahme in Höhe von 500.000 Euro in 2016, die noch nicht aufgenommen wurde. Diese Haushaltsreste sind nun eingeplant. Timpker: „Ich habe damit kein Problem. Wir leisten uns keinen Luxus, sondern investieren in Werte. Das Geld kommt beispielsweise aus Grundstücksverkäufen wieder zurück.“

Auch in den Folgejahren große Aufgaben

UWG-Fraktionsvorsitzender Konrad Lünswilken appellierte, an einer schnellen Reduzierung der Pro-Kopf-Verschuldung zu arbeiten. „Uns ist aber auch klar, dass investiert werden muss.“

Wilfried Meyer, Vorsitzender der CDU-Fraktion, sieht ausgehend von dem ausgeglichenen Haushalt eine stabile Finanzsituation. „Auch wenn wir Gesamteinnahmen von knapp über einer Million Euro haben, sind diese schnell verteilt.“ Er nannte dabei unter anderen die Abgaben an Landkreis und Samtgemeinde. Meyer: „Wir werden auch in den Folgejahren große Aufgaben zu lösen haben.“ Dies müsse zum Wohle des Ortes gesteuert werden.


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