Übungsstrecke in Sögel modernisiert Neue Technik für die Ausbildung der Feuerwehr

Von Lambert Brand

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Mit Schutzausrüstung und schwerem Atemschutzgerät mussten die Einsatzkräfte Trainingseinheiten auf dem Laufband und der Endlosleiter absolvieren. Gerd Köbbe (von rechts), Holger Dyckhoff und Marc-André Burgdorf machten sich ein Bild davon. Foto: Lambert BrandMit Schutzausrüstung und schwerem Atemschutzgerät mussten die Einsatzkräfte Trainingseinheiten auf dem Laufband und der Endlosleiter absolvieren. Gerd Köbbe (von rechts), Holger Dyckhoff und Marc-André Burgdorf machten sich ein Bild davon. Foto: Lambert Brand

Sögel. Die Atemschutzübungsstrecke in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Sögel wurde runderneuert. Nach Angaben des Landkreises wurden 120.000 Euro investiert, um die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger noch effektiver und sicher zu gestalten.

Rund 1000 Feuerwehrleute aus den 54 Feuerwehren im Landkreis stellen sich jedes Jahr den hohen Anforderungen der Übungsstrecke. Bei der offiziellen Übergabe der erneuerten „Strecke“, wie Feuerwehrleute gerne die anspruchsvolle Übungsanlage nennen, betonten Kreisrat Marc-André Burgdorf und Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff, dass die 1996 eingerichtete Anlage in die Jahre gekommen war. Wichtige Elemente entsprachen nicht mehr dem Stand der Technik.

Mit einem Kostenaufwand von 120.000 Euro wurden laut Landkreis mehrere notwendige Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen die Erneuerung des Prozessleitstandes (Steuerungs-/Überwachungszentrale), eine neue System-Software zur Erfassung der Leistungsdaten, die Integration einer Herzfrequenzüberwachungstechnik sowie eine neue Wärmebildkamera. Zudem wurde eine sogenannte Endlosleiter mit PC-Steuerung für Belastungsübungen installiert, das Laufbandergometer für Belastungsübung erneuert und ein Fahrradergometer für Belastungsübung bereitgestellt. Weitere Einzelkomponenten wie Monitore, Sprechanlage, Licht-/ Beschallungstechnik, Nebelmaschine und Transponder-Lesegeräte wurden ebenfalls angeschafft.

Im Rahmen eines laufenden Atemschutzgeräteträgerlehrganges machten sich neben Burgdorf und Dyckhoff auch die Abschnittsleiter Gerd Köbbe und Andreas Wentker sowie Kreisausbildungsleiter Hans-Jürgen Krüger und Fachbereichsleiter „Technik“ Oliver Bund ein Bild von der nach ihrer Ansicht gelungen Umsetzung der Pläne.

Die Lehrgangsteilnehmer demonstrierten, wie sie nach der Absolvierung der Belastungsgeräte in das unübersichtliche, völlig vernebelte Käfig- und Tunnelsystem der Übungsstrecke einstiegen, um sich den Weg zum „Opfer“ zu bahnen. Im Leitstand überwachten die beiden Ausbilder Jörg Fleige und Hermann Wermes auf mehreren Monitoren die Durchgänge und überprüften das Leistungsvermögen der Trainierenden mit Hilfe der Herzfrequenzüberwachungstechnik. Im Notfall hätten sie die Anlage sekundenschnell „entnebeln“ und Hilfe leisten können. Erschöpft von den Strapazen, aber glücklich über den erfolgreich absolvierten Durchgang, verließen die neuen Atemschutzträger die „Strecke“.


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