Ein Bild von Christian Belling
08.01.2017, 15:20 Uhr KOMMENTAR

Lokale Aktionsgruppe Hümmling kennt keine Gemeindegrenzen

Ein Kommentar von Christian Belling


Auf der letzten Sitzung der LAG-Hümmling stimmten die Mitglieder um den Regionalmanager Ralph Deitermann (links) und dem Lathener Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Weber (rechts) für Zuschüsse für Vorhaben am Marstall Clemenswerth in Sögel mit Leiter Christian Thien (Zweiter von links) und an der Hilter Mühle mit Gastronom Patrick Bruns. Foto: Christian BellingAuf der letzten Sitzung der LAG-Hümmling stimmten die Mitglieder um den Regionalmanager Ralph Deitermann (links) und dem Lathener Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Weber (rechts) für Zuschüsse für Vorhaben am Marstall Clemenswerth in Sögel mit Leiter Christian Thien (Zweiter von links) und an der Hilter Mühle mit Gastronom Patrick Bruns. Foto: Christian Belling

bell Sögel. Zehn Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 1,4 Millionen Euro hat die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Hümmling in der aktuellen Förderperiode bislang bezuschusst. Die Arbeit kennt keine Gemeindegrenzen und ist ein Gewinn für alle.

Lorup, Hilter, Werpeloh, Börger, Renkenberge – die Liste der Ortschaften, die bislang von den Zuschüssen der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Hümmling profitierten, ließe sich problemlos fortführen. Und wer genauer hinschaut, erkennt, dass die Fördergelder keinen Halt vor Samtgemeindengrenzen machen.

Außer finanzieller Förderungen vielfältiger Projekte ist genau dies das eigentliche Ziel der LAG. Die Stärkung der interkommunalen Zusammenarbeit und das Überwinden des Kirchturmdenkens wurden groß auf die Fahne geschrieben. Und die bisherige Bilanz zeigt, dass die Hümmlinger auf einem guten Weg sind. Doch das müssen sie auch, schließlich beruht die Bewilligung von EU-Fördermitteln auf ein gemeinsames Handeln und einer aktiven Beteiligung der Bevölkerung.

Der Sögeler Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers hat recht, wenn er fordert, dass sich die Beratungen nicht nur auf das Verteilen von Geldern beschränken dürfen. Denn der LAG-Gedanke ist weitaus komplexer gedacht. Ein gemeinsamer Hümmling ist vielleicht noch nicht ganz erreicht, aber auf einem guten Weg. Und die Aktionsgruppe steht mit ihrem Vorhaben der interkommunalen Zusammenarbeit nicht alleine da. Auch der erst vor einem halben Jahr offiziell zum Naturpark erklärte Hümmling basiert auf einem gemeinsamen Handeln über Gemeindegrenzen hinweg. Die Zeiten der Eigenbrötlerei sind zum Glück vorbei.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN