zuletzt aktualisiert vor

Zuschüsse der Lokalen Aktionsgruppe Bislang 355.000 Euro für Projekte auf dem Hümmling


Sögel. Zehn Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 1,4 Millionen Euro hat die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Hümmling in der aktuellen Förderperiode bislang bezuschusst. Dabei sind Fördermittel in Höhe von 355.000 Euro geflossen. Nicht ohne Stolz stellt LAG-Regionalmanager Ralph Deitermann den Leader-Stand vor.

„In der laufenden EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 hat die LAG zehn Projekte zur Förderung beschlossen, davon liegen sieben Bewilligungen vor“, so Deitermann. Bis zum Ende der Förderperiode stehen der Leader-Region Hümmling 2,4 Millionen Euro für unterschiedliche Projekte zur Verfügung.

Zu den geförderten und bereits abgeschlossenen Projekten gehöre der neue Kunstrasenplatz des Kreissportbundes in Sögel und die Umgestaltung des Kirchenvorplatzes in Werpeloh. Ebenfalls von der LAG bezuschusst und aktuell in der Umsetzung befinden sich die Maßnahmen zur Aufwertung des Campingplatzes in Werlte, die Sanierung der Friedhofskapelle und deren Umfeld in Renkenberge sowie die Arbeiten an der Zehntscheune in Börger . Zudem stehen Fördergelder für den Bau von vier Mehrgenerationenspielplätzen auf dem Hümmling und der Installation einer neue Küche für Krulls Hus in Lorup bereit. Auf der jüngsten LAG-Sitzung wurde darüber hinaus beschlossen, das Vorhaben eines Gastronomen aus Rhede zu fördern. Seine Pläne sehen eine Wiederbelebung der historischen Mühle in Hilter vor. Auch werden die bevorstehenden Umbau- und Erneuerungsarbeiten an der Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth in Sögel finanziell unterstützt.

„Die bisherige Arbeit der LAG Hümmling sehe ich sehr positiv“ so Regionalmanager Deitermann. Besonders freut ihn die aktive Mitarbeit der Bevölkerung. Das sei auch das Ziel, da die Förderung der Stärkung des ländlichen Raumes dienen soll. „Das Gremium vertritt die Region Hümmling. Dabei wird das Kirchturmdenken überwunden und der Gemeinschaftsgedanke gelebt“, stellt Deitermann zufrieden fest. Die LAG führe nach seinen Worten zu einer vertrauensvollen interkommunalen Zusammenarbeit, die weiter ausgebaut werden soll.

Dieses Ziel verfolgt auch der Sögeler Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers (CDU). „Ich würde mir wünschen, dass wir mit unseren Entscheidungen Europa und das, was wir an Positivem mit Europa verbinden, auf dem Hümmling noch sichtbarer werden lassen.“ Damit meine er, dass sich die Beratungen nicht nur auf das Verteilen von Geldern reduzieren dürfe. Vielmehr solle die interkommunale Zusammenarbeit weiter verstärkt und auch das ein oder andere internationale Projekt entwickelt werden. „Wir stehen noch ziemlich am Anfang der neuen Förderperiode, sind aber mit ein paar sehr konkreten Projekten gut gestartet“, so Wigbers. Er geht davon aus, dass es mit dem von vielen Seiten erarbeiteten Entwicklungskonzept als Grundlage, in den nächsten zwei bis drei Jahren sehr zügig vorangehen wird.

Die Entwicklungsstrategie der Region Hümmling teilt sich auf drei Handlungsfelder mit jeweils zugeordneten Unterthemen auf. Das Handlungsfeld „Leben“ beinhaltet Projekte in den Bereichen Demografie, Gesundheit, Soziales, Mobilität und Kultur. Im Bereich „Wirtschaft“ geht es um die Themen Wirtschaft, Energie, Digitalisierung und Tourismus. Der Oberbegriff „Natur“ beinhaltet Vorhaben aus den Themenbereichen Ressourcen, Landschaft, Tierwelt, Klimaschutz und Landschaftsschutz.

Weitere Informationen zur Lokalen Aktionsgruppe oder Hilfestellungen zur Anträgen gibt es bei Ralph Deitermann unter Telefon 05952/206110 oder per E-Mail an deitermann@soegel.de.


Ziele und Projekte

Ende April 2015 erhielt die Region Hümmling, bestehend aus den Samtgemeinden Werlte, Sögel, Nordhümmling und Lathen (Gemeinden Fresenburg, Lathen, Renkenberge) von der Landesregierung in Hannover die Nachricht, auch in der EU-Förderperiode 2014–2020 wieder als Leader-Region anerkannt zu sein. Bereits 2014 war das Regionale Entwicklungskonzept (REK) mit Beteiligungen aus der Bevölkerung ausgearbeitet worden. Das REK ist Voraussetzung für die Teilhabe an den Fördermitteln. Für öffentliche Antragsteller beträgt dieser Fördersatz in allen drei Handlungsfeldern 50 Prozent, für private Antragsteller 30 Prozent. Der maximale Förderbetrag ist auf 100.000 Euro festgesetzt. Ausnahmen von dieser Regelung bedürfen einer Dreiviertelmehrheit in der beschlussfähigen Lokalen Arbeitsgruppe (LAG). Der Zielsetzung der einzelnen Projekte liegt das Leitbild der Region Hümmling zugrunde: „Die Region Hümmling zeichnet sich durch eine hohe Lebensqualität inmitten einer unverwechselbaren Landschaft aus. Die engen sozialen Netzwerke in der Region prägen das gesellschaftliche und politische Miteinander und tragen dazu bei, die Region vor dem Hintergrund demografischer Veränderungsprozesse sozial, wirtschaftlich und ökologisch weiterzuentwickeln.“

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN