Bürgerversammlung gut besucht Ein Dorfladen für Stavern fällt nicht vom Himmel

Von Gerd Rode

Der Saal der Gaststätte Krange war bis auf den letzten Platz besetzt. Foto: Gerd RodeDer Saal der Gaststätte Krange war bis auf den letzten Platz besetzt. Foto: Gerd Rode

Stavern. Der Ort Stavern und seine Bürger sind bei der Gründung eines eigenen Dorfladens ein gutes Stück vorangekommen.

Stavern. Mit den Worten „Ein Dorfladen fällt nicht vom Himmel“, begann Pfarrer Horstmann seine Moderation im voll besetzen Saal der Gaststätte Krange. Dem Pfarrer und an diesem Abend Moderator hatte es im ersten Moment die Sprache verschlagen, als er vor der großen Kulisse seine Ausführungen begann. Seine Erwartungen, aber auch die der Verantwortlichen, wurden bei Weitem übertroffen. Im weiteren Verlauf stellte der Vorsitzende des in Gründung befindlichen Vereins „Staverner Konsum“, Heinz Niers, das Projekt vor.

Er bedankte sich bei allen Bürgern, die durch ihr Kommen ihr Interesse dokumentierten. Besonders begrüßte er Bürgermeister Helmut Rawe und Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers. Niers stellte das Projekt vor. Die Idee sei vor einem Jahr am Frühstückstisch im Hause von Jens Suren-Schmits entstanden, nachdem der örtliche Bäcker seinen Betrieb aus gesundheitlichen Gründen schließen musste,

Er war es dann auch, der viele Gespräche führte und schließlich diese Idee in die Tat umsetzte. Nachdem mehrere Möglichkeiten ausgelotet worden seien, habe man sich im Rahmen einer Arbeitsgruppe für die Gründung eines Vereins entschieden. Wichtig seien hier auch Gespräche mit der Politik gewesen. Am 20. Oktober wurde der Verein „Staverner Konsum“ gegründet. Dem Vorstand gehören Vorsitzender Niers, Stellvertreter Franz Bröker, Kassenführerin Claudia Bloms und Schriftführerin Simone Suren-Schmits an. Sie wurden bei der Mitgliederversammlung am 8. November gewählt.

80 Quadratmeter

Der Verein werde nach der Zusage durch die Raiffeisenbank Emsland Mitte das Bankgebäude in der Ortsmitte kaufen und das ehemalige „Warenlager“ zu einem Dorfladen umbauen. Auf 80 Quadratmetern soll ein Verkaufsraum mit Café entstehen. Mit der Firma Kemper aus Apeldorn, die bereits mehrere Dorfläden im Emsland betreibt, wurde ein erfahrener Partner gewonnen. Die täglichen Öffnungszeiten von 6 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 6 bis 12 Uhr und am Sonntag von 8 bis 10 Uhr stießen auf breite Zustimmung.

Für den Betrieb des Cafés wolle Betreiber Tobias Kemper in Absprache mit dem Gastwirt Markus Kubath eine ausgewogene Lösung finden. Der Verein müsse in der ersten Phase dafür sorgen, dass die Finanzierung auf sichere Füße gestellt werde.

Fördersumme

Hierzu sei er darauf angewiesen, dass möglichst viele Staverner Bürger Mitglied des Vereins werden und einen Aufnahmebeitrag von 200 Euro zahlen. Die allgemeine Zustimmung in der Versammlung lässt die Verantwortlichen nach eigenen Angaben hoffen, dass sie die anvisierte Zahl von 300 Mitgliedern erreichen.

Außerdem hatte der Gemeinderat bereits einer Fördersumme von 25000 Euro zugestimmt. Ein Antrag an den Landkreis Emsland, der aus einem speziell dazu aufgelegten Programm den selben Betrag in Aussicht gestellt hatte, wurde auf den Weg gebracht.

Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers erläuterte mehrere Modelle der Fördermöglichkeiten durch die Europäische Union. Eine Unterstützung durch die Samtgemeinde Sögel wurde ebenfalls zugesichert. „Ich beantrage schon einmal die Mitgliedschaft der Samtgemeinde im Verein Staverner Konsum“, sagte Wigbers.

Abschießend sollten sich die Besucher, die sich eine Mitgliedschaft im Verein vorstellen können, von den Plätzen erheben. Der Großteil der Gäste stand auf und signalisierte damit seine Zustimmung. Überwältigt von diesem Ergebnis, schloss der Vorsitzende die Versammlung. Zur Jahreswende soll eine aussagekräftige Bilanz vorliegen. Sollte diese positiv ausfallen, könnte im Sommer 2017 der Dorfladen eröffnen.


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